Marco Schreyl

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Marco Schreyl beim Deutschen Fernsehpreis 2012

Marco Schreyl (* 1. Januar 1974 in Erfurt) ist ein deutscher Fernseh- und Radiomoderator.

Leben[Bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten]

Schreyl wuchs im thüringischen Apolda auf. Nach dem Abitur im Jahr 1992 leistete er seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr. Im Anschluss absolvierte er ein Studium der Sport-, Erziehungs- und Sprechwissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er war auch sportlich aktiv, zunächst als Turner, dann als 400-Meter-Läufer und zuletzt als Bobfahrer, u. a. 1993 als Bremser bei den ersten Fahrten des späteren Olympiasiegers André Lange. Er war Mitglied der Bundeswehr-Sportfördergruppe im thüringischen Oberhof.[1][2]

Fernsehen[Bearbeiten]

1997 begann Schreyl seine Karriere als Fernsehmoderator. Zunächst arbeitete er beim MDR als Nachrichtensprecher, später als Sportredakteur, -reporter und -moderator. Am 2. Oktober 2000 wechselte er zum ZDF und wurde Moderator der Magazinsendung hallo deutschland. Er präsentierte für das ZDF auch die Boxnächte, berichtete von den Olympischen Spielen aus Athen und moderierte anderthalb Jahre lang eine Neuauflage des Quizklassikers Der große Preis. Am 21. Mai 2011 moderierte er mit Doris Golpashin die Eröffnung des Life Ball.

RTL[Bearbeiten]

Von 2005–2012 moderierte Marco Schreyl Deutschland sucht den Superstar (zunächst noch gemeinsam mit Tooske Ragas). Er moderierte auch andere RTL-Sendungen wie etwa Unglaublich! Die Show der Merkwürdigkeiten. Er nahm als Kandidat an der Show Dancing on Ice teil und belegte mit seiner Partnerin Sarah Jentgens den zweiten Platz. 2007 moderierte Schreyl die Vierschanzentournee sowie das am 4. Februar gestartete Fernsehformat V – Die Verbrauchershow. Außerdem präsentierte er als Moderator die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises. Vom 20. Oktober bis zum 3. November 2007 moderierte Schreyl Das Supertalent, seit dem 18. Oktober 2008 zusammen mit Daniel Hartwich. Er führte auch durch die RTL-Übertragungen der Handball-WM 2009.

2008 erhielt Marco Schreyl zusammen mit dem Team von Deutschland sucht den Superstar den Deutschen Fernsehpreis. Im Mai des Folgejahres wurde Schreyl vom Mediendienst kressreport zur erfolgreichsten TV-Persönlichkeit der Saison 2008/2009 erklärt.[3] Ende Januar 2010 erhielt der Moderator mit dem Team von Das Supertalent die Goldene Kamera. Anfang Mai 2010 übernahm er eine Gastrolle in der Seifenoper Alles was zählt.

Als dauerhafter Moderator von Deutschland sucht den Superstar wirkte Schreyl bis 2012 in sieben Staffeln mit. Seine Präsentation des Formats, vor allem sein Umgang mit den Kandidaten, wurde dabei mehrfach kritisiert. stern.de bezog sich dabei auf „humorig[e] Sprüchlein rund um die Gürtellinie“;[4] Spiegel Online nannte ihn in einem anderen Zusammenhang „Selbstdarsteller“.[5] Das Fernsehblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bezeichnete Schreyls Ergebnisverkündungen als „[alberne] Zeitschinderei“ und einen „brutalen Ausleseprozess“.[6] DWDL.de hingegen machte den Sender für diese Merkmale verantwortlich.[7]

Im Juli 2012 gab RTL bekannt, dass Schreyl die Moderation von Deutschland sucht den Superstar an Nazan Eckes und Raúl Richter und Das Supertalent an Daniel Hartwich abgeben muss. Dies wurde mit den gesunkenen Einschaltquoten beider Shows begründet.[8] Am 15. März 2013 präsentierte Schreyl zusammen mit Sonja Zietlow die erste Ausgabe eines neuen RTL-Formats namens Unschlagbar[9] und co-moderierte mit Nazan Eckes die Celebrity Show Die Pool Champions – Promis unter Wasser im Juni 2013.[10]

Radio und andere Medien[Bearbeiten]

Bis 2000 arbeitete Schreyl als Nachrichtensprecher beim MDR. Seit dem 25. Februar 2008 ist er bei hr1 zu hören. Dort moderiert er den hr1-START, die Morgensendung, den Talk am Sonntag, hr1-TALK sowie hr1-Meridian.

Für die Dezember-Ausgabe 2012 der Zeitschrift Men’s Health war er zusammen mit Moritz A. Sachs in einer Fitness-Training-Kolumne vertreten.

Seit 2013 moderiert Schreyl die Sendung Lebensretter im MDR Fernsehen, in der, wie in der bis 2006 auf RTL ausgestrahlten Sendung Notruf mit Hans Meiser Notfallsituationen nachgestellt werden und die Zuschauer zu mehr Mut zu Hilfe bei Gefahrensituationen animiert werden sollen.[11]

Moderationen[Bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten]

Fortlaufend[Bearbeiten]

Ehemals/Einmalig[Bearbeiten]

Radio

Sonstiges Engagement[Bearbeiten]

Neben seinem regelmäßigen Engagement beim Fernsehen moderiert Schreyl auch öffentliche und geschlossene Veranstaltungen, beispielsweise die offizielle Preisverleihung zu dem Event Create Your Own Career der Bertelsmann AG (2008) oder die Jahresveranstaltung der Lufthansa.

Schreyl engagiert sich gemeinsam mit dem Fußballspieler Arne Friedrich für an Mukoviszidose erkrankte Menschen, weil er „dazu beitragen möchte, dass sich mehr Menschen ein Bild von der Disziplin und dem Mut, aber auch dem großen Leid der Betroffenen machen können“. Seit 2008 ist er Pate vom „Haus Schutzengel“ in Hannover. Dort finden Mukoviszidose-Betroffene mit ihren Angehörigen eine Herberge, während sie sich einer Lungentransplantation an der Medizinischen Hochschule Hannover unterziehen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berliner Zeitung: Katja Hübner, Das gewisse Kribbeln, 12. November 2005.
  2. Augsburger Allgemeine: DSDS-Moderator fuhr einst im Bob, 22. Februar 2010.
  3. t-online.de: Marco Schreyl ist der TV-Superstar, 29. Juni 2009.
  4. stern.de: Björn Erichsen, Der Tarnkappen-Moderator, 16. April 2010.
  5. Spiegel Online: Christian Buß, Wo tut’s denn am meisten weh? Im Hirn!, 16. Dezember 2007.
  6. FAZ.NET: Stefan Niggemeier, „Der Verlierer steht für immer im Schatten“: Das Weltbild von DSDS, 19. April 2010.
  7. DWDL.de: Thomas Lückerath, Rampensau & Sündenbock: Das Schicksal des Marco S., 13. Februar 2010.
  8. DWDL.de: Alexander Krei, Marco Schreyl verliert „DSDS“ und „Supertalent“, 12. Juli 2012.
  9. Marco Schreyl ist nach dem DSDS-Rauswurf zurück bei RTL
  10. Pool Champions: Nazan Eckes und Marco Schreyl versprechen eine "feucht-fröhliche" Show
  11. Lebensretter mit Marco Schreyl mdr.de