Marcus Hieronymus Vida

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Marcus Hieronymus Vida

Marcus Hieronymus Vida, oder Marco Girolamo Vida (* 1485 in Cremona; † 27. September 1566 in Alba) war ein italienischer Dichter und Humanist.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Vida wurde als Sohn verarmter Adeliger in Cremona geboren. Vida kam dann nach Rom, wo er um 1510 zum Priester geweiht wurde. Er schloss sich Giovanni de’ Medici an, der bald zum Papst Leo X. gewählt wurde. Vida schrieb für ihn lateinische Gedichte über das Schachspiel und die Seidenraupe und begann mit der Niederschrift des Gedichts „Christias“ über das Leben Christi. Das Werk erschien 1535 in sechs Bänden und war sehr erfolgreich. Unter Papst Clemens VII. wurde Vida Bischof von Alba (1532) und beteiligte sich später am Konzil von Trient. Vida wurde wegen seiner klaren Gedanken und seines eleganten Stils bewundert. Er schrieb auch ein Lehrgedicht über die Dichtkunst (1527), das sich hauptsächlich mit Vergil befasste. Am Ende seines langen Lebens behandelte Vida eher religiöse Themen.

Werke[Bearbeiten]

  • De arte poetica. 1517; Nachdruck: München 1976
  • Christias. 1535
  • Felsinais.

Literatur[Bearbeiten]

Editionen
  • Eva von Contzen u.a. (Hrsg.): Marcus Hieronymus Vida, Christias. Zwei Bände, Trier 2013 (Bochumer Altertumswissenschaftliches Kolloquium 91/92)
  • Marcus Hieronymus Vida, Poeticorum libri tres, ed. Agnieszka Paulina Lew, Serie XV, Vol. 99, Klassische Sprachen und Literaturen, Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 9783631580820
Sekundärliteratur
  • M. Di Cesare: Vida’s Christiad and Vergilian epic. 1963
  • Susanne Rolfes: Die lateinische Poetik des Marco Girolamo Vida (Beiträge zur Altertumskunde, Band 149), K.G. Saur, München und Leipzig 2001.

Weblinks[Bearbeiten]