Marek Krajewski

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Marek Krajewski

Marek Krajewski (* 4. September 1966 in Wrocław) ist ein polnischer Altphilologe (Latein), ehemaliger Hochschullehrer und Krimi-Autor.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Nach Abschluss der Allgemeinbildenden Schule (Lizeum) „Juliusz Słowacki“ 1985 in Wrocław (Breslau) studierte er bis 1991 an der Universität Breslau Altphilologie und erwarb 1992 den Magistertitel. Nach dem Studienabschluss arbeitete er kurzzeitig als Bibliothekar, als Verkäufer einer Juwelierfirma und Lagerarbeiter in einem Verlag. Als Magister begann er 1992 als Bibliothekar am Institut für Klassische Philologie und antike Kultur der Universität Breslau und wurde dort 1995 Assistent. 1999 promovierte er mit einer Arbeit zum Thema „Die Prosodie griechischer Lehnwörter bei Plautus“. Danach war er ab 2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und von 2006 bis 2007 Dozent an seinem Institut. Seit 2007 lebt er als freier Schriftsteller.

Literarisches[Bearbeiten]

Bekannt wurde Krajewski durch seine Breslau-Krimis. Er entwirft darin verschiedene Kriminalfälle im deutschen Breslau bis 1945, an deren Aufklärung stets „Kriminalrat Eberhard Mock“ beteiligt ist. Bisher erschienen neun Bücher auf Polnisch (davon bisher sechs auf Deutsch). Krajewski verbindet stilistisch Elemente des Schauerromans mit denen des Krimis. Wichtig ist dabei die genaue topographische und historische Kenntnis Breslaus. In seinen neusten Romanen („Erynie“ und folgende) wurde ein neuer Protagonist eingeführt: Edward Popielski, Polizeikommissar aus Lemberg. Die Figur des Eberhard Mock kommt aber auch in diesen Romanen vor. Die Aktion wurde erst in das (damals noch polnische) Lwów (Lemberg) gelegt, um, in dem Roman „Rzeki Hadesu“, wieder nach Breslau zurückzukehren. Diesmal aber in die polnische Stadt Wrocław kurz nach dem Krieg.

2008 begann er zusammen mit Mariusz Czubaj einen neuen Krimi-Zyklus, dessen Handlung in der Gegenwart in Gdańsk (Danzig) spielt und dessen Held Oberkommissar Jarosław Pater ist. Bisher erschienen zwei Bände.

Seine Bücher wurden in siebzehn Sprachen übersetzt, darunter Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Hebräisch. Im Januar 2006 erhielt er u.a. den von der Wochenzeitung „Polityka“ vergebenen Literaturpreis Paszport Polityki. Sein Beitrag zur Förderung der Stadt in seinem Werk wurde im Juni 2008 durch seine Wahl zum Botschafter Wrocławs geehrt.

Die Figur Eberhard Mock[Bearbeiten]

Eberhard Mock (* 18. September 1883 in Waldenburg/Schlesien; † 21. November 1960 New York/USA) ist eine fiktive Romanfigur Krajewskis. Er avanciert in den bisher fünf Romanen vom Kriminalassistenten zum Kriminalrat Breslaus. Seine Methoden zeichnen sich durch teilweise rohe Brutalität, die sich auch gegen Mitarbeiter und seine Ehefrau Sophie wendet, seine Korruptheit und seine Zusammenarbeit mit Breslauer Unterweltlern aus, die er sich durch Strafvereitelung gefügig gemacht hat. Er wohnt im Jahr 1919 („Gespenster in Breslau“) mit seinem Vater, an dessen späterem Tod er mitverantwortlich ist, zusammen in einer kleinen Wohnung oberhalb der Schlachterei seines verstorbenen Onkels. Sein Einsatz-Bereich „Sitte“ umfasst die Kontrolle und Überwachung des Breslauer Rotlichtmillieus, dem er selbst nicht abgeneigt gegenübersteht. Er genießt seine Bordellbesuche und die für ihn damit verbundenen Trinkgelage.

Literarische Werke[Bearbeiten]

Gemeinsam mit Mariusz Czubaj:

Bibliographie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]