Margaret Dunlop Gibson

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Margaret Dunlop Gibson

Margaret Dunlop Gibson, auch Smith Gibson (* Januar 1843 in Irvine, Ayrshire; † Januar 1920) war eine englische Theologin, Orientalistin und Reisende.

Leben[Bearbeiten]

Margaret Dunlop Gibson und ihre Zwillingsschwester Agnes Smith-Lewis († 1926) waren englische Theologinnen, Orientalistinnen und Reisende. Als ihr Vater starb, erhielten sie ein Erbe von einer Viertel Million Pfund, reisten 1866 nach Griechenland und Ägypten. Sie lernten Griechisch, später auch Syrisch, Arabisch und Hebräisch und besuchten 1890 mit einem Empfehlungsschreiben von James Rendel Harris das Katharinenkloster auf dem Berg Sinai, wo sie Zugang zur Bibliothek erhielten und eine altsyrische Übersetzung des Neuen Testaments entdeckten, die sie gemeinsam mit Rendell Harris abschreiben durften.

Auf weiteren Expeditionen erwarben sie eine hebräische Handschrift des Jesus Sirach, die später zur Entdeckung der Handschriften der Kairoer Geniza führten.

Sie erhielten Doktorwürden von den Universitäten Halle (1899), St Andrews (1901), Heidelberg (1904), und Trinity College Dublin (1911); lediglich Cambridge, wo sie lebten und am wissenschaftlichen Diskurs teilhatten, verweigerte ihnen die wissenschaftliche Anerkennung.

Schriften[Bearbeiten]

  • Catalogue of the Arabic Mss. in the convent of S. Catharine on Mount Sinai. London 1894.
  • An Arabic Version of the Acts of the Apostles and the Seven Catholic Epistles.
  • The Commentaries on the New Testament of Isho'dad of Merv. 1911–16.
  • mit Agnes Smith Lewis: How the Codex Was Found/in the Shadow of Sinai. A Narrative of Two Visits to Sinai from Mrs. Lewis's Journals, 1892-1893/a Story of Travel and Research from 1895 to 1897

Weblinks[Bearbeiten]