Margarete (Namur)

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Marguerite de Courtenay (* 1194; † 17. Juli 1270) war Markgräfin von Namur von 1229 bis 1237. Sie war eine Tochter von Pierre II. de Courtenay, Lateinischer Kaiser von Konstantinopel, und Jolante von Flandern.

Sie heiratete in erster Ehe um 1210 Raoul III. d'Issoudun († 1. März nach 1212) aus dem Haus Lusignan; die Ehe wurde 1213 annulliert. 1217 war sie in zweiter Ehe mit Heinrich I., Graf von Vianden († 19. November wohl 1253), verheiratet. Ihre Kinder stammen aus dieser Ehe:

Nach dem Tod ihres Bruders Heinrich II. (1229) bemächtigte sie sich der Markgrafschaft Namur, wobei sie davon profitierte, dass der eigentliche Erbe, ihr Bruder Balduin im Orient war. Ferdinand, Graf von Flandern und Hennegau, focht ihren Besitzanspruch an und griff zu den Waffen. Marguerite wurde gezwungen, am 1. November 1232 in Cambrai einen Friedensvertrag zu unterzeichnen, durch den sie zwar mehrere Städte verlor, aber Ferdinands Angriffe beenden konnte.

1237 kam ihr Bruder Balduin nach Europa zurück und bekam mit Hilfe des Königs von Frankreichs und der Gräfin von Flandern die Markgrafschaft übergeben. Marguerite zog sich in die Grafschaft Vianden zurück. 1247 ernannte Balduin für den Fall eines kinderlosen Todes zur Erbin, verkaufte dann aber nach der Eroberung Namurs durch Heinrich V., Graf von Luxemburg seine Rechte an seinen Vetter Guy de Dampierre, der seit 1253 Graf von Flandern war.

1252, nach dem Tod ihres Ehemanns trat Marguerite ins Kloster Marienthal ein, wo sie am 17. Juli 1270 starb.

Quelle[Bearbeiten]

  • Herman Vander Linden: Marguerite de Courtenay. Académie royale de Belgique, Biographie nationale, Band 13, Brüssel 1895, S. 629-631.