Margarete von Brabant

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Aachener Krönung Heinrichs VII. und Margaretes von Brabant am 6. Januar 1309, Bilderchronik des Kurfürsten Balduin von Trier, Trier um 1340, (Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 1C Nr. 1)

Margarete von Brabant (* 1275/1276; † 14. Dezember 1311 in Genua) war die Frau Heinrichs VII. von Luxemburg und ab ihrer Krönung 1309 römisch-deutsche Königin.

Margarete war die Tochter des Herzogs Johann I. von Brabant. Sie war im Rahmen der Verständigungspolitik mit dem Hause Luxemburg (aufgrund der Feindschaft, die aus der Schlacht von Worringen resultierte) 1292 mit dem jungen Grafen Heinrich von Luxemburg verheiratet worden. Der Ehe verlief anscheinend glücklich. Sie hatten einen Sohn, Johann von Luxemburg (1296–1346), und zwei Töchter: Maria (1304–1324), seit 1322 Königin von Frankreich, und Beatrix (1305–1319), seit 1318 Königin von Ungarn. Am Dreikönigstag 1209 wurde sie in Aachen durch den Kölner Erzbischof Heinrich von Virneburg gekrönt.

Margarete begleitete ihren Mann auf dessen Italienzug. Als erste Frau seit Konstanze von Aragón nahm Margarete wieder an einem Romzug teil.[1] Sie erkrankte während der Belagerung von Brescia, als auch im Heer eine Seuche ausbrach, und verstarb nur wenige Monate später am 14. Dezember 1311 in Genua, wo sie auch begraben liegt. Das für sie im Auftrag Heinrichs errichtete prächtige Grabmal von Giovanni Pisano ist heute jedoch nur fragmentarisch erhalten.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Margarete von Brabant – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Amalie Fößel: Die Königin im mittelalterlichen Reich. Herrschaftsausübung, Herrschaftsrechte, Handlungsspielräume. Stuttgart 2000, S. 37.
Vorgängerin Amt Nachfolgerin
Elisabeth von Kärnten, Görz und Tirol Römisch-deutsche Königin
1309–1311
Beatrix von Schlesien-Schweidnitz