Margarita von Rumänien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Margarita von Rumänien
Margarita mit ihrem Gemahl im Elizabeth Palace in Bukarest
Familienwappen derer von Hohenzollern-Sigmaringen (Rumänien)

Margarita von Rumänien, auch Margarita von Hohenzollern-Sigmaringen[1], bürgerlich Margarita Duda[2] (* 26. März 1949 in Lausanne, Schweiz) ist die älteste Tochter von Michael I. von Rumänien, der bis 1947 der letzte rumänische König war.

Leben[Bearbeiten]

Margarita wurde geboren als Tochter von Michael I. von Rumänien (* 1921) und seiner Gattin Anna von Bourbon-Parma (* 1923), Tochter des Prinzen René Charles Maria Joseph und der Prinzessin Margaretha von Dänemark. Ihre Großeltern väterlicherseits waren König Karl II. von Rumänien und Prinzessin Elena von Griechenland. Zusammen mit ihren Schwestern, Elena (* 1950), Irina (* 1953), Sophia (* 1957) und Maria (* 1964) wuchs sie in der Schweiz und in Großbritannien auf.

Margarita studierte an der Universität Edinburgh Politik- und Naturwissenschaften. Während ihrer Studienzeit in Edinburgh hatte Margarita eine Beziehung mit dem späteren britischen Premierminister Gordon Brown.[3] Nach dem Studium arbeitete sie an zahlreichen britischen Universitäten und an einem internationalen Forschungsprogramm, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) koordiniert wurde. 1983 zog sie nach Rom, wo sie bei der Food and Agriculture Organization (FAO) der Vereinten Nationen arbeitete. Drei Jahre später wechselte sie zum Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD). Im Herbst 1989 gab sie ihre Karriere bei der UNO auf und zog nach Genf, um an der Seite ihres Vaters für dessen Projekt Charity for Romania zu arbeiten. Im Februar 1990 wurde sie am Flughafen von Bukarest an der Ausreise gehindert, da sie angeblich in ihrem Gepäck nationale Kirchengüter schmuggelte. Seit 2004 wird gegen BAE Systems, einem wichtigen Spender ihrer Organisation, wegen möglicher illegaler Waffengeschäfte ermittelt. Die Organisation soll 7 Millionen Pfund Bestechungsgelder bekommen haben, um sich Rüstungsaufträge aus Rumänien zu sichern.[4]

Am 21. September 1996 heiratete Margarita in Lausanne den rumänischen Geschäftsmann Radu Duda (* 7. Juni 1960 in Iași). Diesem wurde durch Friedrich Wilhelm von Hohenzollern am 1. Januar 1997 der hausinterne Titel „Prinz von Hohenzollern-Veringen“ und durch ihren Vater am 30. Dezember 2005 der des „Prinz von Rumänien“ verliehen. Ihr Gatte bezeichnet sich nicht mehr als Prinz von Hohenzollern-Veringen. Mit einem Hauserlass ihres Vaters vom 30. Dezember 2007 wurde Margarita offiziell zu seiner Nachfolgerin bestimmt und erhielt den hausinternen Titel „Kronprinzessin“. Am 10. Mai 2011 legten der inzwischen 89-jährige ehemalige König und die Mitglieder seines Hauses den Namenszusatz „von Hohenzollern-Sigmaringen“ ab und nennen sich seitdem „von Rumänien“.[5][6]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Kroner: Die Hohenzollern als Könige von Rumänien. Lebensbilder von vier Monarchen 1866–2004. Johannis Reeg Verlag, Heilbronn 2004, ISBN 3-937320-30-X.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Margarita von Hohenzollern-Sigmaringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eigentlich Margarita Hohenzollern-Sigmaringen. Vergleiche zum Vater Mihai (Michael) Hohenzollern-Sigmaringen. In: Alan John Day, Roger East, Richard Thomas: A political and economic dictionary of Eastern Europe. Cambridge International Reference on Current Affairs (Circa) Ltd, Cambridge 2002, First Edition, ISBN 1-85743-063-8, S. 477. (Ausschnitt auf Google Books.)
  2. Margarita von Hohenzollern-Sigmaringen, Princess of Romania. Eintrag auf thePeerage.com. Abgerufen am 17. September 2010.
  3. The Guardian vom 6. Mai 2001
  4. The Guardian vom 15. Juni 2006
  5. Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien vom 13. Mai 2011
  6. schwaebische.de, Schwäbische Zeitung, Michael Hescheler: Rumäniens Ex-König bricht mit den Hohenzollern. Der 90-Jährige legt die Titel nieder und nennt sich seither „Michael von Rumänien“, 26. Oktober 2011, abgerufen am 28. Oktober 2011