Margret Birkenfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Margret Birkenfeld

Margret Birkenfeld (* 19. September 1926 in Bochum) ist eine deutsche Musikerin und Komponistin.

Leben und Werk[Bearbeiten]

In Bochum geboren, wuchs Margret Birkenfeld neben drei Geschwistern in Dortmund auf, wo sie von 1934 bis 1961 lebte. Nach Abschluss ihres Musikstudiums begann sie 1948 zunächst eine Lehrtätigkeit für Violine und Blockflöte am Konservatorium in Witten. 1961 trat sie in den christlichen Buch- und Schallplattenverlag Hermann Schulte in Wetzlar ein und leitete hier bis 1986 die Musikabteilung.[1] Vor allem durch ihre Arbeit mit den Wetzlarer Chören sowie ihr kompositorisches Werk – insbesondere für Kinder – verschaffte sie sich einen bleibenden Namen in der christlichen Musikszene. So nahmen Sängerinnen und Sänger wie Helga Becker, Kinderstar Christiane, Popmusikerin Hella Heizmann, Rocker Samuel Harfst,[2] Liedermacherin Christiane Loh oder Indie-Singersongwriterin Stina[3] ihre musikalischen Anfänge in der Kinder- und Jugendchorarbeit von Margret Birkenfeld.

Wetzlarer Chöre[Bearbeiten]

Zunächst übernahm Margret Birkenfeld die Leitung des Wetzlarer Kinderchors. Zuvor betreut von Organist Peter van Woerden und Ruth Frey, arbeitete nun „Tante Margret“, wie sie von den Kindern genannt wurde, in den ersten Jahren sehr eng mit Peter van Woerden zusammen. Als dieser Anfang der 1970er Jahre für mehrere Jahre mit seiner Familie nach Israel ging, produzierte sie mit Schwimm mit gegen den Strom ihre erste eigene Platte.[4] Neben dem Kinderchor schuf sie für besonders junge Sänger im Vorschulalter das „Spatzenvolk“, das später in Wetzlarer Kükenchor umgetauft wurde. Zahlreiche Aufnahmen mit ihren Kinderchören über Jahrzehnte hinweg sowie die Sendung „Wir singen miteinander“ im Evangeliums-Rundfunk haben die christliche Kindermusik bis heute geprägt.

Mitte der 1960er Jahre gründete Margret Birkenfeld den Wetzlarer Evangeliumschor, der sich mit seinen Aufnahmen sowie Konzertreisen bald einen Namen machte, bis er Ende der 1970er Jahre mit dem ersten ERF Studiochor zusammengelegt wurde und fortan unter dem Namen Jubilate-Chor unter der Leitung von Wilfried Mann auftrat.

Mit Heranwachsen der Sänger aus ihrem Kinderchor entstand der Wetzlarer Mädchenchor aus gereiften Stimmen der älteren Sängerinnen. Als die Jungen nach erfolgreichem Stimmwechsel in den Chor zurückkehrten, formierte sich schließlich der Wetzlarer Jugendchor.

Für besondere Projekte scharte Margret Birkenfeld regelmäßig den Wetzlarer Studiochor um sich. Seine Besetzung ergab sich aus den besten Sängern des Wetzlarer Evangeliumschors bzw. später des Wetzlarer Jugendchors sowie bekannten Solisten und befreundeten Musikern.

Heute setzen die Wetzlarer Chöre, wenn auch unter anderen Namen und anderen musikalischen Leitern, immer noch Akzente in der christlichen Musik. Der Wetzlarer Kükenchor und der Wetzlarer Kinderchor sind nun eine Chorgemeinschaft und nennen sich Sunshine Kids. Die Leitung gab Margret Birkenfeld an Gesangspädagogin Konny Cramer weiter. Als nachfolgender Leiter der Musikabteilung bei Gerth Medien übernahm Jochen Rieger die Leitung der „erwachsenen“ Chöre. Der Wetzlarer Jugendchor teilte sich später in die Perspektiven sowie den Schulte & Gerth Studiochor auf.[5] Der im Klang reifere Wetzlarer Studiochor wurde so jugendlicher und mit Projekten wie Lebendige Psalmen als Instrument für die Jugendchorbewegung tauglich.

Lieder[Bearbeiten]

Seit Ende der 1960er Jahre komponiert Margret Birkenfeld Lieder für Kinder und Erwachsene. Vor allem ihre Kinderlieder für das Vorschulalter erfreuen sich großer Beliebtheit und finden Verwendung in Kindergärten. Außerdem komponierte Margret Birkenfeld einige kleine Kantaten, Motetten und Musicals.

Zu den bekanntesten Liedern gehören:

  • Zeit ist Gnade
  • Ja, Gott hat alle Kinder lieb
  • Lasst uns danken statt zu klagen
  • Schmecket und sehet
  • Sei ein lebendger Fisch
  • Das ist ein köstlich Ding
  • Wo ist denn mein Teddy
  • Mit Jesus leben, das ist Freude
  • Lobe den Herrn, meine Seele
  • Die Nachtigall
  • Gott hat unsre Erde schön gemacht
  • Herr, du bist die Liebe
  • Ein kleines, wildes Schäfchen
  • Wir wissen nicht den Tag noch die Stunde
  • Für mich gingst du nach Golgatha

Diskografie[Bearbeiten]

Alben von Margret Birkenfeld mit ihren Wetzlarer Chören[Bearbeiten]

Kinderprojekte mit dem Wetzlarer Kinderchor und Wetzlarer Kükenchor[Bearbeiten]

Onkel Peters Kinderstunde[Bearbeiten]

Margret Birkenfelds erste Produktionen geschahen in Zusammenarbeit mit Peter van Woerden. In der Reihe Onkel Peters Kinderstunde simulierte dieser mit den Sängern der Wetzlarer Kinderchöre einen Kindergottesdienst. Neben dem typischen Dialog zwischen der Kinderversammlung und „Onkel Peter“ wurden biblische Geschichten, Hörszenen und Lieder eingespielt.

Hauptartikel: Onkel Peters Kinderstunde
Dr. Thiessen erzählt[Bearbeiten]

Nachdem bereits im Rahmen der Reihe Onkel Peters Kinderstunde zwei Konzepte mit dem Urwaldmissionar John Thiessen als Gast erschienen waren, veröffentlichte dieser in Kollaboration mit Margret Birkenfeld und den Wetzlarer Kinderchören ab 1970 eigene Hörproduktionen in der Serie Unterwegs mit Dr. Thiessen (später: Dr. Thiessen erzählt), in denen er von seinen exotischen Erlebnissen berichtet und Urwaldgeräusche sowie Tierlaute selbst nachahmt.

Hauptartikel: Dr. Thiessen erzählt
Selbstständige Konzepte und Alben[Bearbeiten]

Das Konzept, Musik mit Geschichten und Dialogen zu verbinden, wurde von Margret Birkenfeld für ihre Kinderproduktionen weitestgehend beibehalten. Im Folgenden sind sämtliche Langspielplatten bzw. später MC- und CD-Produktionen gelistet.

Singles[Bearbeiten]
Kompilationsalben[Bearbeiten]

Wetzlarer Mädchenchor[Bearbeiten]

Zwischen dem Wetzlarer Kinderchor und dem Wetzlarer Jugendchor versammelte Margret Birkenfeld die heranwachsenden Mädchenstimmen im Wetzlarer Mädchenchor. Meist wirkte dieser mit bei verschiedenen Konzepten wie den Kinderprojekten, produzierte jedoch auch mehrere eigene Singles.

Wetzlarer Jugendchor[Bearbeiten]

Wetzlarer Evangeliumschor[Bearbeiten]

Wetzlarer Studiochor[Bearbeiten]

Regelmäßig formierte Margret Birkenfeld aus den besten Sängern ihrer Chören sowie befreundeten Musikern den Wetzlarer Studiochor für besondere Konzepte wie Portraits großer christlicher Liederdichter oder Mottoprojekte wie Gitarrenchöre.

Konzeptprojekte in Kollaboration der Wetzlarer Chöre[Bearbeiten]

Außerdem verwirklichte Margret Birkenfeld mehrere größere Konzeptproduktionen mit mehreren oder allen ihrer Wetzlarer Chören gemeinsam.

Kompilationsalben[Bearbeiten]

Im Folgen gelistet, Kompilationsalben, deren Subjekt der Zusammenstellung ausdrücklich das Werk Margret Birkenfelds und ihrer Gesangsformationen ist ohne auf eine bestimmte Formationen begrenzt fixiert zu sein.

Gastauftritte der Wetzlarer Chöre[Bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten]

Tributalben[Bearbeiten]

Notenausgaben[Bearbeiten]

Verlagsarbeit[Bearbeiten]

Zu den Komponisten, Arrangeuren, Produzenten, Chören, Solisten und Instrumentalisten, mit denen Margret Birkenfeld in ihrer Verlagsarbeit zusammenarbeitete, gehören unter anderem: Dirk Schmalenbach, Siegfried Fietz, Doris Loh, die Chöre und Solisten von Wir singen für Jesus, Johannes Haas, Jochen Rieger, Wilfried Reuter, Hans-Werner Scharnowski, Peter van Woerden, Klaus Heizmann, Christiane, Manfred Siebald, Wilfried Mann, Johannes Nitsch, der Jubilate-Chor, Manfred Staiger, Helmut Jost und Jürgen Werth.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:YVb2rzPU9w8J:www.nimm-lies.de/%3Fp%3D2595+&cd=3&hl=de&ct=clnk&gl=de
  2. http://jelimuki.de/2012/12/31/vorbereitung-gelegenheit-erfolg/
  3. http://bibelfernsehen.de/magazin/moderatoren_stahl.htm
  4. http://www.erf.de/fernsehen/mediathek/konzerte/unvergessen-lieder-die-bleiben/6369-8
  5. http://www.evangelisch-in-wetzlar.de/wps/kgwz/sva/sva/kgwz/665/jubilaeumskonzert-des-mittelhessischen-chor-perspektiven/

Weblinks[Bearbeiten]