Maria Alm am Steinernen Meer

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Wappen Karte
Wappen von Maria Alm am Steinernen Meer
Maria Alm am Steinernen Meer (Österreich)
DEC
Maria Alm am Steinernen Meer
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Salzburg
Politischer Bezirk Zell am See (ZE)
Fläche 125,41 km²
Koordinaten 47° 23′ N, 12° 54′ O47.38333333333312.9802Koordinaten: 47° 23′ 0″ N, 12° 54′ 0″ O
Höhe 802 m ü. A.
Einwohner 2055 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 16 Einwohner je km²
Postleitzahl 5761
Vorwahl 06584
Gemeindekennziffer 5 06 12
AT322
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Dorf 30
5761 Maria Alm am Steinernen Meer
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Alois Gadenstättner (WPM)
Gemeinderat (2009)
(17 Mitglieder)
6 WPM, 5 ÖVP, 5 SPÖ, 1 FPÖ
Lage der Gemeinde Maria Alm am Steinernen Meer
Karte

Maria Alm ist eine Gemeinde des Pinzgau im österreichischen Bundesland Salzburg und liegt ca. 5 km östlich von Saalfelden.

Zu Maria Alm gehören die Ortsteile Hintermoos im Urslautal und, weiter bachaufwärts unterhalb des Westabfalls des Hochkönigmassivs, Hinterthal (1020 m ü. A.). Seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts brachten sowohl der Sommer-, aber hauptsächlich der Wintertourismus einen enormen Aufschwung in das vorher stark ländlich geprägte Gemeindeleben. Zahlreiche Ferienhäuser, Chalets etc. sprossen aus dem Boden. Mit zu den bekanntesten fremden „Teilzeiteinwohnern“ des Ortsteils Hinterthal gehörten der ehemalige deutsche Bundespräsident Walter Scheel, die Familie des Schokoriegelproduzenten Mars und auch der ehemalige Formel 1 - Rennfahrer Keke Rosberg hatte einmal ein Anwesen in der Nähe des Golfclubs Urslautal. Maria Alm und seine Ortsteile verfügen über ein weitreichendes Netz von Beförderungsanlagen für den alpinen Skisport und gehören Hochkönigs Winterreich, ehemals die Hochkönig-Skischaukel an, die sich weiter nach Südosten in die Täler von Dienten und Mühlbach am Hochkönig erstreckt. Daneben ist auch Rodelsport und Langlauf möglich. Im Sommer locken sowohl Wanderstrecken wie intensive Touren in die Bergwelt des Steinernen Meers und des Hochkönigs mit ihren Gipfeln bis knapp unter 3000 m ü. A..

Ortsteile: Aberg, Alm, Bachwinkl, Enterwinkl, Griesbachwinkl, Hintermoos, Hinterthal, Krallerwinkl, Schattberg, Schloßberg, Sonnberg

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Maria Alm hat 17 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Alois Gadenstättner (WPM).

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen der Gemeinde ist: „In silbernem Schild ein rotbewehrter, feuerspeiender grüner Drache (‚Tatzelwurm‘) über einem von goldenem Pfahl überzogenen schwarzen Schildfuß.“

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

Söhne und Töchter

  • Wolf Haas (*14. Dezember 1960), Schriftsteller
  • Rosl Schwaiger (5. September 1918-19. April 1970 München), Sängerin


Personen mit Bezug zur Stadt

[Bearbeiten] Bauwerke

Maria Alm

[Bearbeiten] Das Poschengut

Das ehemalige Jagdschloss am Talschluss von Hinterthal wurde unter Erzbischof Matthäus Lang von Wellenburg etwa 1545 erbaut. Das Portal des Hauses besteht aus Marmor und ist im sogenannten Eselrückenstil ausgeführt. Noch lange Zeit waren die Trophäen von der Jagd nicht nur im Schloss sondern auch auf der Außenmauer des Hauses angebracht. Die Gegend ist ja, wie der Name Urslau sagt, noch lange Zeit von Bären besiedelt worden, wodurch der Jagdeifer des Erzbischofs in diesem Tale verständlich ist.

Verschiedene Besitzer waren über die Jahrhunderte Eigentümer. Die Familie Rainer erwarb das Haus und die Besitzungen über die Heirat des Andre Rainer am Ende des 18. Jahrhunderts mit einer geborenen Thumb, deren Eltern die letzten Vorbesitzer waren. Die Familie Rainer brachte es zu einem ansehnlichen Wohlstand und wurde als der reichste Kornbauer des ganzen Tales bezeichnet. Hier baute man im Schutze des Steinernen Meeres Getreide an. Das Ehepaar Rainer hatte gemeinsam fünfzehn lebende Kinder. Da im 19. Jahrhundert durch die Industrielle Revolution ein großes Bauernsterben ausgelöst wurde, musste auch Rainer seinen Besitz verkaufen. Die Familie verließ zum Großteil das Tal und wurde über alle Himmelsrichtungen verstreut. Der ehemalige Besitzer des Gasthofes Botenwirt in Hinterthal Alois war noch ein "echter Rainer".

Rainer verkaufte seinen Grund und das Haus um 48.000 Gulden an den Kunstdüngererzeuger Hermann Schmidtmann aus Schmalkalden in Deutschland. Dieser kaufte viele Bauernhöfe war Besitzer des Schlosses Grubhof bei Lofer und besaß auch ein Kalibergwerk in Deutschland.[1] Nachkommen der Familie Rainer besaßen übrigens noch bis zum Ersten Weltkrieg ein gewisses Vermögen, haben es jedoch durch Zwang zur Zeichnung von Kriegsanleihen und durch den finanziellen Verlust bei der großen Weltwirtschaftskrise von 1929 schließlich endgültig verloren. Der nunmehrige Besitzer Schmidtmann veränderte die Landwirtschaft in einen modernen Betrieb und baute einige Wirtschaftsgebäude dazu. Berühmt wurde auch seine Zucht von Krebsen in den Teichen am Talschluß. Die Familie Watermann übernahm das Haus. Ursprünglich führte ein Weg über das Gelände des Poschengutes, der jahrhundertelang als Wegerecht bestand. In den letzten Jahren wurde dieser jedoch von den Erben Schmidtmanns verlegt, sodass man leider nicht mehr direkt am Haus vorbeigehen kann. Die Erben der Familie Schmidtmann und Watermann sind heute noch Besitzer dieses Anwesens und der Landwirtschaft.

[Bearbeiten] Literatur

  • Lahnsteiner, Josef: Mitterpinzgau. Saalbach, Saalfelden, Lofer, Salzburgisches Saaletal. - Unterpinzgau. Zell am See, Taxenbach, Rauris. Geschichtlich und heimatkundlich beschrieben. Neue Auflage Hollersbach: Selbstverlag 1980 [2]

[Bearbeiten] Weblinks


[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. [1]
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