Maria Biljan-Bilger

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Bronzeplastik Stadt des Kindes
Bronzeplastik Katzenfamilie
Skulptur, Skulpturenfeld Oggelshausen, 1969.
Brunnen in Sommerein

Maria Biljan-Bilger (* 21. Januar 1912 in Radstadt; † 1. Mai 1997 in München, begraben in Sommerein am Leithagebirge) war eine österreichische Bildhauerin und Künstlerin der angewandten Kunst für Keramik und Textiles.

Leben[Bearbeiten]

Maria Biljan war Tochter eines Hafnermeisters, und wuchs in Graz auf. Sie heiratete 1933 Ferdinand Bilger, einen Cousin von Goldy Parin-Matthèy. Mit ihr besuchte sie die Keramikklasse der Kunstgewerbeschule in Graz. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Biljan-Bilger (1947) Mitbegründerin des Art-Clubs und beteiligte sich an den ersten Ausstellungen in Wien und Rom, später Turin. 1965 war sie Gründungsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Architektur.

Ausstellungen und Symposien[Bearbeiten]

"Strohkoffer"-Gespräche[Bearbeiten]

Ein unter der einst von Adolf Loos gestalteten „Kärntner Bar“ gelegener, etwa fünfzig Quadratmeter großer, mit Schilfrohrmatten ausgelegter Kellerraum bot der Wiener Avantgarde des Jahres 1952 ein abendliches Asyl ohne Konsumzwang und bei "einfachen Preisen".[1] Nicht nur H. C. Artmann hat den "Strohkoffer" fast abendlich besucht. Maria Fialik hat eine Sammlung von Interviews rund um Artmann und den "Strohkoffer" durchgeführt, die in ihrer Gesamtheit ein Panorama des jungen Wiener Geisteslebens bieten, das über die Welt des "Strohkoffers" hinausgeht. Neben Artmann kommen Jeannie Ebner, Wolfgang Kudrnofsky, Friedensreich Hundertwasser, Friedrich Polakovics, Ernst Kölz, Marc Adrian und Gerhard Rühm ausführlich mit einer Unzahl von Geschichten zu Wort. Rezensent Alfred Pfabigan

Von 1978 bis 1992 war sie Professorin für Keramik an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. [2] Im Jahr 2006 wurde in Wien Donaustadt (22. Bezirk) die Biljan-Bilger-Gasse nach ihr benannt.

Kunstschaffen[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • Bildwerke aus gebranntem Ton, Terrakotta und Wandteppiche aus 40 Jahren, 1987.

Maria Biljan-Bilger-Ausstellungshalle Sommerein[Bearbeiten]

Ihr langjähriger Lebenspartner, der Architekt Friedrich Kurrent gestaltete für sie eine Ausstellungshalle in Sommerein. 1995 begannen die Bauarbeiten an der „Maria Biljan-Bilger-Ausstellungshalle“ in Verbindung mit dem Wohn- und Atelierhaus in Sommerein. 1998, ein Jahr nach ihrem Ableben, gründeten Maria Guttenbrunner, Johannes Poigenfürst, Friedrich und Barbara Achleitner, Wander Bertoni, Friedrich Kurrent, Hans Puchhammer, Anton Schweighofer und Gunther Wawrik den Verein der Freunde der Maria Biljan-Bilger-Ausstellungshalle Sommerein. Sie bildeten den ersten Vorstand[3].

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Maria Fialik: "Strohkoffer"-Gespräche, H. C. Artmann und die Literatur aus dem Keller, Wien Zsolnay Verlag, 1998 ISBN 3-552-04877-4.
  2. Universität Wien Kurzbiographie zu Maria Biljan-Bilger
  3. Maria Biljan-Bilger. Ausstellungshalle Sommerein, S. 6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maria Biljan-Bilger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien