Maria Canins

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Maria Canins (* 4. Juni 1949 in Stern, Abtei) ist eine ehemalige italienische Radrennfahrerin, Skilangläuferin, Mountainbikerin und Radsport-Weltmeisterin.

Maria Canins ist mit ihren Erfolgen und ihrer Vielseitigkeit eine sportliche Ausnahmeerscheinung. Von 1969 bis 1981 betrieb sie erfolgreich Skilanglauf, so gewann sie u. a. 15 nationale Titel und 1985 als erste Italienerin den schwedischen Wasalauf. Zehnmal in Folge, von 1979 bis 1988, konnte sie den italienischen Skilanglaufmarathon Marcialonga für sich entscheiden.

1981, mit 32 Jahren, entschied sich Maria Canins für den Profi-Radsport. Da sie zu diesem Zeitpunkt schon ein Kind hatte, wurde sie „La mammina volante“ (ital. „das fliegende Mütterchen“) genannt. Schon ein Jahr später wurde sie Zweite bei der Straßen-WM im britischen Goodwood, im Jahr darauf Dritte. 1985 wurde sie erneut Vize-Weltmeisterin, bei der Straßen-WM 1988 in Seoul schließlich Weltmeisterin im Mannschafts-Zeitfahren.

Ihre große Stärke waren Etappen-Rundfahrten: 1988 gewann sie den Giro d’Italia Femminile; 1987 die Tour de l’Aude Féminin sowie 1985 und 1986 die Grande Boucle Féminine (bekannt als Tour de France Féminin). Mehrfach belegte sie auch zweite und dritte Plätze in der Gesamtwertung von Rundfahrten. Sechsmal wurde sie italienische Meisterin im Straßenrennen und ist damit Rekordhalterin.

Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles wurde Maria Canins Fünfte im Straßenrennen; vier Jahre später bei den Spielen in Seoul belegte sie Platz 32.

1995 trat Maria Canins vom Profi-Radsport zurück und wandte sich dem Mountain-Bikefahren sowie dem Wintertriathlon zu. Auch in diesen Disziplinen gelangen ihr zahlreiche Erfolge wie der Gewinn des Weltmeistertitels im Wintertriathlon 1997 und 1999.[1]

Seit vielen Jahren ist Maria Canins Repräsentantin der Maratona dles Dolomites, eine der bedeutsamsten Sportveranstaltungen ihrer Heimatregion.

Maria Canins ist verheiratet mit dem italienischen Skilangläufer Bruno Bonaldi. Sie lebt in ihrer Heimat in den Dolomiten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 3athlon.de abgerufen am 16. Februar 2010

Weblinks[Bearbeiten]