Maria Carta

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Maria Carta (* 24. Juni 1934 in Siligo (Provinz Sassari); † 22. September 1994 in Rom) war eine italienische Schauspielerin und Sängerin.

Maria Carta war in erster Linie eine Sängerin und Liedermacherin von Musik aus Sardinien. Ihre Lieder sang sie hauptsächlich in sardischer Sprache.

Als Schauspielerin trat sie in 9 Filmen auf. Ihr Schauspieldebüt gab sie erst 1974 in Francis Ford CoppolasDer Pate – Teil II“. Dem deutschsprachigen Publikum wird Maria Cartas Auftritt als Martha in Franco ZeffirellisJesus von Nazareth“ (1977) geläufiger sein.

Abgesehen von diesen beiden großen Produktionen wirkte sie in kleinen Fernsehrollen mit. Bei dem schweizerischen/französischen Film „Derborence“ von 1985 trat sie nicht nur als Schauspielerin in Erscheinung, sondern komponierte auch die Filmmusik.

Im Laufe ihrer 25-jährigen Karriere überarbeitete sie die verschiedensten Eigenartigkeiten der sardischen traditionellen Musik (Wiegenlieder, Gosos, gregorianischer Gesang, usw.), denen sie öfter eine moderne und persönliche Abtönung gab.

Volksmusik aus Sardinien gewann dank Maria Carta einen früher unbekannten Ruf, besonders aufgrund ihrer Teilnahme an Fernsehsendungen vor allem in Italien (Canzonissima, 1974), Frankreich und in den U.S.A.

Trotz ihrer tiefen Liebe für Sardinien, lebte Maria Carta lange in Rom, wo sie von 1976 bis 1981 Stadträtin wurde für die Kommunistische Partei Italiens.

1985 wurde Maria Carta der Preis Targa Tenco für Volksmusik zuerkannt.

In den letzten Jahren ihres Lebens war Maria Carta bei der Universität Bologna tätig, wo sie Seminare leitete und Studenten beim Schreiben ihrer Abschlussarbeiten betreute.

1991 nominierte sie Republikspräsident Francesco Cossiga “Commendatore della Repubblica” (Ritter der Italienischen Republik).

Ihr letztes Konzert hielt Maria Carta in Toulouse (Frankreich) am 30. Juni 1994. Sie starb an Krebs in ihrer römischen Wohnung am 22. September 1994 mit 60 Jahren.

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