Maria Christina von Sachsen (1735–1782)

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Maria Christina von Sachsen, Porträt von Maurice Quentin de La Tour, Öl auf Leinwand, 1763

Maria Christina Anna Theresia Salomea Eulalia Franziska Xaveria von Sachsen und Polen (* 12. Februar 1735 in Warschau; † 19. November 1782 in Brumath) war eine aus der albertinischen Linie des Fürstengeschlechts der Wettiner stammende kursächsisch-polnische Prinzessin und später Sternkreuzordensdame sowie Fürstäbtissin des freiweltlichen Reichsstifts in Remiremont.

Leben[Bearbeiten]

Maria Christina war die Tochter des Kurfürsten und König August III. von Sachsen und Polen (1696–1763) und seiner Frau der Erzherzogin Maria Josepha von Österreich (1699–1757), Tochter des Kaisers Joseph I. und Prinzessin Amalia Wilhelmine von Braunschweig-Lüneburg. Ihre Großeltern väterlicherseits waren Kurfürst und König August II. der Starke und Prinzessin Christiane Eberhardine von Brandenburg-Bayreuth. Großen Wert legten die Eltern auf eine gute Erziehung ihrer Kinder, auch für die Prinzessinnen. So bekam Maria Christina Unterricht in Latein, Französisch, Polnisch, Philosophie, Geographie, Religion, Zeichnen, Musik und Tanz.

Noch zur Amtszeit der Fürstäbtissin Béatrice Hiéronyme de Lorraine (1662–1738) wurde Maria Christina 1760 zur Koadjutorin mit dem Recht der Nachfolge (als Äbtissin) gewählt. Die Wahl erfolgte einstimmig, was nicht weiter verwundert, waren doch im Vorfeld aus Wien und Dresden 45.000 Gulden an die wahlberechtigten Stiftsdamen und Kanoniker in Remiremont geflossen. Nach dem Tod der bei Maria Christinas Wahl bereits 76 Jahre alten und kränklichen Vorgängerin Béatrice Hiéronyme de Lorraine trat Prinzessin Maria Christiana im Jahr 1773 das Amt der Äbtissin in Remiremont an. Als Fürstäbtissin in Remiremont hatte sie Sitz und Stimme im Reichstag, alle Rechte und Pflichten einer Reichsfürstin (wie etwa Niedere Gerichtsbarkeit, Steuerrecht, Gesetzgebung, Münzprägung und Heeresfolge), und genoss Immunität gegenüber der weltlichen Gewalt.

Fürstäbtissin Maria Christina starb am 19. November 1782 in Brumath und wurde in der Krypta zu Dresden bestattet.