Maria Jakobäa von Baden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Maria Jacobäa von Baden (Hans Schöpfer I)

Markgräfin Maria Jakobäa von Baden (* 25. Juni 1507; † 16. November 1580 in München) war durch Heirat Herzogin von Bayern.

Leben[Bearbeiten]

Maria Jakobäa war die Tochter des Markgrafen Philipp I. von Baden (1479–1533) und der Pfalzgräfin Elisabeth (1483–1522), Tochter des Kurfürsten Philipp von der Pfalz und Prinzessin Margarete von Bayern-Landshut. Ihre Großeltern väterlicherseits waren Markgraf Christoph I. von Baden und die Gräfin Ottilie von Katzenelnbogen.

Am 5. Oktober 1522 heiratete Markgräfin Maria Jakobäa in München den Herzog Wilhelm IV. von Bayern (1493–1550), ältester Sohn des Herzogs Albrecht IV. und der Erzherzogin Kunigunde von Österreich. Von dieser Hochzeit soll der Schwibbogen im ersten Burghof der Burg zu Burghausen zeugen, der mit dem bayerischen und badischen Wappen sowie der Jahreszahl 1523 bemalt ist.

Kurz nach der Hochzeit verfiel ihr Gatte dem Wahnsinn, und angeblich wurde der Herzogshof zu Jülich unter Jakobäas Hand zu einem „Sündenbabel“. 1595 wurde sie deswegen vom Kaiser verklagt, doch ehe dieser ein Urteil gefällt hatte, wurde Jakobäa 1957 erdrosselt in ihrem Bett gefunden; als mutmaßliche Täterin gilt die Schwägerin Sybille.

Das Schicksal der Herzogin wurde mehrfach in der Literatur verarbeitet.

Aus der gemeinsamen Verbindung gingen vier Kinder hervor:

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Rall, Marga Rall: Die Wittelsbacher. Von Otto I. bis Elisabeth I. Weltbild u. a., Augsburg u. a. 1994, ISBN 3-85001-485-1.
  • Sabine Anders, Katharina Maier: Liebesbriefe großer Frauen. Marix Verlag, 2009, ISBN 978-3-86539-196-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maria Jakobäa von Baden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Kunigunde Herzogin von Bayern
1522–1550
Anna