Maria Koppenhöfer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Maria Johanna Julia Koppenhöfer (* 11. Dezember 1901 in Stuttgart; † 29. November 1948 in Heidelberg) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Die Tochter eines Stuttgarter Hotelbesitzers, die schon als Kind Schauspielerin werden wollte, erhielt ihre Ausbildung bei der Schauspielerin Emmy Remold. Nach ihrem Stuttgarter Bühnendebüt und Engagements in München und Köln kam sie 1925 ans Deutsche Theater Berlin und 1926 ans Preußische Staatstheater Berlin.

Seit der Frühzeit des Tonfilms stand Maria Koppenhöfer in markanten Nebenrollen häufig auch vor der Kamera. Während sie auf der Bühne vorzugsweise klassische Frauengestalten gab, wurde sie im nationalsozialistischen Kino früh auf das Mütterfach festgelegt (Der Raub der Sabinerinnen, 1935/36; Anna Favetti, 1938; Wetterleuchten um Barbara, 1940/41; Wenn die Sonne wieder scheint, 1942/43; Die Schenke zur ewigen Liebe, 1944/45). Doch selbst hier fand sie genug Raum für ihr nuancenreiches Spiel, und weiche, gefühlvolle Charaktere wurden von ihr ebenso überzeugend dargestellt wie strenge und stattliche. Seit Mitte der 1930er Jahre verkörperte sie wiederholt auch Königinnen und Damen der Oberschicht (Der Herrscher, 1936/37; Die kleine und die große Liebe, 1937/38; Das Herz der Königin, 1939/40; Bismarck, 1940). Das Spektrum ihrer Ausdrucksmöglichkeiten reichte dabei bis zum Lasterhaften oder zum Hexenhaft-Dämonischen (Andalusische Nächte, 1936/37; Johannisfeuer, 1939; Das Herz der Königin, 1939/40). Jüngere Frauen hat sie dagegen nur ganz vereinzelt dargestellt (Tiefland, 1940-44).

1943 wurde Maria Koppenhöfer zur Staatsschauspielerin ernannt. Das Ende des Zweiten Weltkrieges beendete ihre Filmlaufbahn. Bis kurz vor ihrem Krebstod wirkte sie in München und Frankfurt am Main jedoch noch als Bühnendarstellerin.

Filmografie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]