Maria Luisa von Spanien (1782–1824)

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François-Xavier Fabre: Maria Louisa von Spanien

Maria Louisa Josefa Antonietta Vicentia von Spanien (spanisch: María Luisa de Borbón) (* 6. Juli 1782 in Madrid; † 13. März 1824 in Rom) war Königin von Etrurien und Regentin für ihren unmündigen Sohn.

Leben[Bearbeiten]

Maria Louisa war eine Tochter des spanischen Königs Karl IV. (1748–1819) und seiner Gattin Maria Luise von Bourbon-Parma (1751–1819), einer Tochter Herzogs Philipp von Parma und seiner Gattin Louise Elisabeth von Frankreich.


Denkmal Maria Luigia di Lucca in Lucca

Am 25. August 1795 heiratete Maria Louisa mit erst 13 Jahren in Madrid den späteren König Ludwig I. von Etrurien (1773–1803), Sohn des Herzogs Ferdinand von Parma und seiner Gattin Maria Amalia von Österreich. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor:

Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1803 wurde Maria Louisa zur Regentin für ihren Sohn Karl Ludwig ernannt. Als das Königreich Etrurien 1807 von den Franzosen besetzt wurde, ging sie nach Spanien. Nach der Abdankung ihres Vaters (1808) lebte sie in Parma und erhielt dann Nizza als Aufenthaltsort zugewiesen. 1811 versuchte sie nach England zu fliehen, doch der Plan wurde vereitelt. Sie wurde in ein Kloster bei Rom gebracht, wo sie bis 1814 blieb. Durch den Wiener Kongress erhielt sie für ihren Sohn das Herzogtum Lucca. 1876 wurde sie von Papst Pius IX. seliggesprochen.


Vorgängerin Amt Nachfolgerin
--- Königin von Etrurien
1801–1803
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