Maria Margareta d’Youville

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hl. Maria Margareta d’Youville

Maria Margareta d’Youville, geb. Dufrost de Lajemmerais (* 15. Oktober 1701 in Varennes, Kanada; † 23. Dezember 1771 in Montreal) war eine kanadische Ordensgründerin und ist eine Heilige der römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten]

Dufrost de Lajemmerais – so ihr Geburtsname – war Tochter eines Hauptmannes der französischen Kolonialtruppe; er starb, als sie sieben Jahre alt war. La Vérendrye, der Entdecker der Rocky Mountains, war ein Bruder ihrer Mutter.

Mit 18 Jahren heiratete sie den vermögenden François d’Youville. Wegen François' Schulden und weil er sie körperlich misshandelte, verlief ihre Ehe unglücklich. Nach zehnjähriger Ehe starb François d'Youville. Vier ihrer sechs Kindern starben jung.

Nachdem die beiden verbliebenen Söhne die Priesterweihe empfangen hatten, gründete sie in ihrem Haus ein Hospiz für Arme und Kranke, das allmählich zu einem Krankenhaus wurde. Daraus entstand der Orden der Grauen Schwestern der Liebe oder Barmherzige Schwestern (Sœurs de la Charité). Es folgten Ordenshäuser in Kanada und in den USA, die sich um Waisen, Gefangene, Kriegsopfer und Flüchtlinge kümmerten. Sie nahm den Ordensnamen Maria Margareta an und wurde die erste Generaloberin des Ordens. Sie soll mystisch begabt gewesen sein.

1959 wurde sie von Papst Johannes XXIII. selig- und 1990 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. 2003 wurde sie postum in die Canadian Medical Hall of Fame aufgenommen.

Johannes XXIII. nannte sie eine Mutter der universalen Barmherzigkeit. Maria Margareta d’Youville ist die erste geborene Kanadierin, die heiliggesprochen wurde. – Zahlreiche Kirchen, Schulen und Frauenhäuser sind nach ihr benannt, hauptsächlich in Kanada und den USA, aber auch in Afrika und Lateinamerika.

Gedenktage[Bearbeiten]

Ihr Gedenktag in der Liturgie ist der 23. Dezember, in Kanada auch der 16. Oktober.

Weblinks[Bearbeiten]