Maria McKee

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Maria McKee 2007

Maria Louise McKee (* 17. August 1964 in Los Angeles) ist eine US-amerikanische Sängerin und Songwriterin.

Musikalische Karriere[Bearbeiten]

Die Vorfahren von Maria McKee stammen aus Irland. McKee ist eine Halbschwester des 17 Jahre älteren Bryan McLean, Gitarrist bei Arthur Lees Folk-Pionieren Love. McKee gründete 1982 in Los Angeles die Country-Rock-Band Lone Justice, die Punk mit Country kreuzte. Zur Urbesetzung von Lone Justice gehörte auch Benmont Tench, der Keyboarder von Tom Petty.

Im Alter von 19 Jahren schrieb sie den Song A Good Heart. David A. Stewart von den Eurythmics machte 1985 daraus einen Welthit, interpretiert allerdings nicht von Maria McKee, sondern von Feargal Sharkey. A Good Heart belegte zwei Wochen lang Platz 1 der UK-Charts, wurde ein Welthit und machte sie vorübergehend wohlhabend: „I earned a gazillian Dollars and spent it all. That’s what you do when you’re 19“, sagte sie Jahre später auf einem Konzert. 2007 veröffentlichte Maria McKee eine eigene Version von A Good Heart auf ihrem Album Late December.

Seit Maria McKee auf der Bühne steht, überschlagen sich die Kritiker mit Lobeshymnen. Maria McKees honiggeröstete Stimme kann es aufnehmen mit der zerbrechlichen Leidenschaft von Patsy Cline, dem glühenden Soul von Aretha Franklin und dem kraftvollen Blues von Janis Joplin, rühmte der New Musical Express. Obwohl Musikgrößen wie Linda Ronstadt, Bruce Springsteen und Bob Dylan von dem größten Talent der Gegenwart schwärmten und sich die Plattenfirmen um die neuen Wunderkinder prügelten, waren die Platten von Lone Justice nur mäßig erfolgreich. McKee verließ die Band und floh nach Irland. Bei den Musikern der Band U2 fand sie Unterschlupf. „Nothing I do has ever hit here“ sagte sie später über ihren Erfolg in ihrer Heimat, den USA.

1989 veröffentlichte sie ihr erstes Soloalbum. Ein Jahr später glückte ihr mit der Schmuse-Ballade Show Me Heaven ein internationaler Hit. Das Lied war der Titelsong des Tom-Cruise-Films Tage des Donners und erreichte Platz 1 in Großbritannien, Norwegen, Belgien und den Niederlanden. Quentin Tarantino nahm wenige Jahre später den Titel If Love Is a Red Dress (Hang Me in Rags) in den Soundtrack von Pulp Fiction auf.

Das 1993 veröffentlichte Album You Gotta Sin to Get Saved, das zum größten Teil mit den Jayhawks eingespielt wurde, war abermals nur ein Kritiker-Erfolg. Im selben Jahr beteiligte sich Maria McKee am Sweet-Relief-Projekt zur Unterstützung der an Multipler Sklerose erkrankten Musikerin Victoria Williams. Nach der Veröffentlichung von Life Is Sweet 1996 legte sie eine längere Schaffenspause ein. Erst 2003 legte sie mit High Dive ein neues Album vor. Seitdem hat sie zwei weitere Studio- und zwei Livealben veröffentlicht.

Maria McKee lebt und arbeitet zusammen mit ihrem Ehemann und Produzenten Jim Akin in Los Angeles.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben mit Lone Justice[Bearbeiten]

  • Lone Justice (1985)
  • Shelter (1986)
  • BBC Radio 1 Live in Concert (1993)
  • This World Is Not My Home (1998)

Alben[Bearbeiten]

  • Maria McKee (1989)
  • You Gotta Sin to Get Saved (1993)
  • Life Is Sweet (1996)
  • Ultimate Collection (2000)
  • High Dive (2003)
  • Live in Hamburg (2004)
  • Peddlin’ Dreams (2005)
  • Live Acoustic Tour 2006 (2006)
  • Late December (2007)
  • Live at the BBC (2008)

Singles[Bearbeiten]

  • Show me Heaven (1990)
  • Sweetest Child [Sweetest Child featuring Maria McKee] (1992)
  • I’m Gonna Soothe You (1993)
  • I Can’t Make It Alone (1993)
  • This Perfect Dress (1996)

Literatur[Bearbeiten]

  • Sing selber, Idiot, Der Spiegel 17 (1996), S. 222.

Weblinks[Bearbeiten]