Maria Pia von Savoyen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Emile Auguste Carolus-Duran: Maria Pia von Savoyen, spätere Königin von Portugal; Öl auf Leinwand, 1880

Maria Pia von Savoyen (* 16. Oktober 1847 in Turin; † 5. Juli 1911 auf Schloss Stupinigi in Turin) entstammte dem Hause Savoyen und war Prinzessin von Italien und Königin von Portugal.

[Bearbeiten] Leben

Maria Pia von Savoyen

Maria Pia wurde als Tochter Viktor Emanuel II., König von Piemont-Sardinien (dem späteren ersten Königs von Italien) und der Erzherzogin Adelheid von Österreich geboren. Sie hatte sieben Geschwister, darunter König Umberto I. von Italien und Amadeus von Savoyen, König von Spanien.

1862 heiratete sie König Ludwig I. von Portugal und wurde dadurch Königin von Portugal. Sie war die Mutter des Königs Karl I. von Portugal und des Prinzen Alfons Heinrich, Herzog von Porto.

Zeitlebens legte sie Wert auf elegante Kleidung, was ihr in den letzten Jahren der portugiesischen Monarchie wegen ihrer exorbitanten Ausgaben für Mode seitens der antimonarchistischen Presse massive Kritik eintrug. Angeblich soll sie den wiederholten Vorwürfen mit dem in Portugal berühmten Zitat: „Wer Königinnen wünscht, soll sie auch bezahlen“ (Quem quer rainhas paga-as) begegnet sein.

Nach dem Tod ihres Gatten Ludwigs am 19. Oktober 1889 widmete sich intensiv ihren sozialen Projekte, die ihr schon als Königsgattin wichtig waren. Sie nahm eine dominante Stellung am Hof ein und diente als Regentin während der Abwesenheit des neuen Königspaares.

Am 1. Februar 1908 starben Karl I. und der Erbprinz Ludwig Philipp bei einem Attentat. Der gewaltsame Tod ihres Sohns und ihres Enkels hatte Maria Pia tief erschüttert. Während ihrer letzten Jahren in Portugal zeigten sich bei ihr Anzeichen von Senilität und sie präsentierte sich nur noch selten in der Öffentlichkeit.

Zutiefst verärgert über die Absetzung ihres anderen Enkels Manuels und der Auflösung der Monarchie am 5. Oktober 1910, ging sie mit dem Rest der königlichen Familie ins Exil nach Italien. Dort – in ihrem ursprünglichen Heimatland – starb sie am 5. Juli 1911 und wurde, wie die meisten späten Mitglieder des Hauses Savoyen, im königlichen Mausoleum in der Basilika von Superga bei Turin bestattet.

[Bearbeiten] Nachkommen

Maria Pia von Savoyen hatte mit Ludwig I. zwei Söhne:

  • Karl I. (* 28. September 1863; † 1. Februar 1908)
  • Alfons Heinrich, Herzog von Porto (* 31. Juli 1865; † 21. Februar 1920)


Vorgängerin Amt Nachfolgerin
Stephanie von Hohenzollern Königin von Portugal
1861–1889
Marie Amelie von Orléans

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Maria Pia von Savoyen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen