Maria Pietilä-Holmner

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Maria Pietilä-Holmner Ski Alpin
Maria Pietilä-Holmner im Dezember 2010
Nation SchwedenSchweden Schweden
Geburtstag 25. Juli 1986
Geburtsort Umeå
Größe 170 cm
Gewicht 63 kg
Karriere
Disziplin Slalom, Riesenslalom
Verein Umeå SK
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Gold 2 × Silber 2 × Bronze
Junioren-WM 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
Silber Åre 2007 Riesenslalom
Bronze Garmisch-Partenk. 2011 Slalom
Bronze Garmisch-Partenk. 2011 Mannschaft
Silber Schladming 2013 Mannschaft
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
Gold Québec 2006 Slalom
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 26. Oktober 2002
 Weltcupsiege 3
 Gesamtweltcup 7. (2013/2014)
 Super-G-Weltcup 54. (2008/2009)
 Riesenslalomweltcup 3. (2013/2014)
 Slalomweltcup 4. (2010/11, 2013/14)
 Kombinationsweltcup 32. (2010/2011)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Riesenslalom 0 0 1
 Slalom 2 4 1
 Parallelrennen 1 0 0
letzte Änderung: 13. Dezember 2014

Maria Pietilä-Holmner (* 25. Juli 1986 in Umeå; auch Pietilä Holmner geschrieben[1]) ist eine schwedische Skirennläuferin. Sie ist auf die Disziplinen Slalom und Riesenslalom spezialisiert, gewann bisher vier Medaillen bei Weltmeisterschaften, davon zwei mit der Mannschaft, sowie drei Weltcuprennen und wurde 2006 Junioren-Weltmeisterin im Slalom. Ihr Bruder Johan Pietilä Holmner ist ebenfalls Skirennläufer.

Biografie[Bearbeiten]

Pietilä-Holmner fuhr im November 2001 ihre ersten FIS-Rennen und erreichte bereits im nächsten Monat die ersten Podestplätze. Sie kam im Februar 2002 erstmals im Europacup zum Einsatz, wo sie schon im ersten Rennen punkten konnte und noch vor Jahreswechsel ihr erstes Top-10-Ergebnis erreichte. Ab 2002 nahm sie auch jährlich an den Juniorenweltmeisterschaften teil.

Im Weltcup kam Pietilä-Holmner erstmals am 26. Oktober 2002 im Riesenslalom von Sölden zum Einsatz. Sie qualifizierte sich in ihrem fünften Weltcuprennen, dem Riesenslalom in Åre am 22. Februar 2004, erstmals für den zweiten Durchgang und gewann mit Platz 15 ihre ersten Weltcuppunkte. Ab dem folgenden Winter 2004/2005 startete sie regelmäßig im Weltcup. Sie erzielte zunächst weitere Top-20-Ergebnisse und fuhr bei der Weltmeisterschaft 2005 in Santa Caterina auf Platz 13 im Slalom und Rang 16 im Riesenslalom. Kurz nach der WM erreichte sie als Zehnte des Riesenslalom von Åre ihr erstes Top-10-Ergebnis im Weltcup. In weiterer Folge fand sie immer mehr den Anschluss an die absolute Weltspitze. Im Weltcup kamen in den nächsten drei Jahren insgesamt zwölf weitere Top-10-Ergebnisse im Riesenslalom und im Slalom hinzu, womit sie sich in beiden Weltcup-Disziplinenwertungen stetig verbesserte und in der Saison 2006/2007 erstmals unter den besten 15 zu finden war. Gute Resultate gelangen Pietilä-Holmner auch bei Großereignissen: Einem zehnten Platz im Riesenslalom der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin folgte kurz danach der Juniorenweltmeistertitel im Slalom. Den bis dahin größten Erfolg feierte sie bei ihrer „Heim-Weltmeisterschaft“ 2007 in Åre, als sie hinter der Österreicherin Nicole Hosp die Silbermedaille im Riesenslalom gewann. Den WM-Slalom beendete sie an elfter Position.

Ihren ersten Podestplatz im Weltcup erzielte Pietilä-Holmner am 15. November 2008 als Zweite des Slaloms von Levi. Mit weiteren zehn Top-10-Plätzen in der Saison 2008/2009 (je fünf im Slalom und im Riesenslalom) erreichte sie in beiden Disziplinenweltcups Rang 7 und im Gesamtweltcup Platz 13. Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Val-d’Isère wurde sie Achte im Riesenslalom, doch im Slalom schied sie im ersten Durchgang aus. Ähnlich wie das Vorjahr verlief die Saison 2009/2010: Pietilä-Holmner erreichte zwar keinen Podestplatz, fuhr aber erneut elfmal unter die schnellsten zehn, womit sie Sechste im Riesenslalom-, Achte im Slalomweltcup und zum zweiten Mal Dreizehnte im Gesamtweltcup wurde. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver verpasste sie als Vierte des Slaloms die Medaillenränge nur knapp, während sie im Riesenslalom mit Platz 24 deutlich hinter ihren Weltcupergebnissen zurückblieb.

Am 28. November 2010 feierte Pietilä-Holmner im Slalom von Aspen ihren ersten Weltcupsieg – mit Laufbestzeit in beiden Durchgängen. Der zweite Sieg folgte am 2. Januar 2011 bei der Weltcup-Premiere des City Events in München. Sie verbesserte sich in der Saison 2010/2011 im Slalomweltcup auf den vierten und im Gesamtweltcup auf den elften Platz, während sie im Riesenslalom nicht an die Vorjahresergebnisse heran kam, nur einmal unter die schnellsten 15 fuhr und auf Platz 19 im Disziplinenweltcup zurückfiel. Beim Saisonhöhepunkt, der Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen, gewann Pietilä-Holmner zwei Bronzemedaillen im Slalom und im Mannschaftswettbewerb, im Riesenslalom wurde sie 22. Im Winter 2011/2012 war Pietilä-Holmners bestes Weltcupergebnis der zweite Platz im Slalom von Aspen, weitere zwei Mal fuhr sie unter die schnellsten fünf. Mitte Januar musste sie nach einem im Training erlittenen Kreuzbandriss im linken Knie die Saison vorzeitig beenden.[2]

Bei der Weltmeisterschaft 2013 in Schladming gewann Pietilä-Holmner die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb.

Erfolge[Bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten]

Datum Ort Land Disziplin
28. November 2010 Aspen USA Slalom
2. Januar 2011 München Deutschland Parallelrennen
13. Dezember 2014 Åre Schweden Slalom

Weitere Erfolge[Bearbeiten]

  • 8 schwedische Meistertitel:
    • Slalom: 2004, 2006, 2009 und 2011
    • Riesenslalom: 2004
    • Parallelslalom: 2006
    • Kombination: 2004 und 2009
  • 1 Podestplatz im Europacup
  • 2 Podestplätze im Nor-Am Cup
  • 15 Siege in FIS-Rennen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maria Pietilä-Holmner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ihr Nachname beinhaltet eigentlich keinen Bindestrich, wird jedoch vom Internationalen Skiverband ausschließlich und in den Medien meist mit Bindestrich geschrieben.
  2. Saison für Pietilä-Holmner vorbei. sport.orf.at, 18. Januar 2012, abgerufen am 18. Januar 2012.