Maria Raisenmarkt

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f1f0f1

Maria Raisenmarkt (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Raisenmarkt
Maria Raisenmarkt (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Baden (BN), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Baden
Pol. Gemeinde Alland
Koordinaten 48° 1′ 50″ N, 16° 4′ 30″ O48.03055555555616.075371Koordinaten: 48° 1′ 50″ N, 16° 4′ 30″ Of1
Höhe 371 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 152 (2001)
Gebäudestand 69 (2001)
Fläche d. KG 8,67 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03411
Katastralgemeindenummer 4026
Zählsprengel/ -bezirk Maria Raisenmarkt (30601 001)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
Wanderkarte Marktgemeinde Alland

Maria Raisenmarkt ist ein zur niederösterreichischen Marktgemeinde Alland gehörendes Dorf, das, mit den Dörfern Untermeierhof und Holzschlag und einigen Gehöften die Katastralgemeinde Raisenmarkt bildet. Das Zentrum des Orts liegt auf einer Höhe von 371 m ü. A.

Sehenswürdigkeiten, Geschichte[Bearbeiten]

Die sagenumwobene Grabplatte in der Kirche von Alland

Siehe auch Geschichte Allands.

  • Ruine Arnstein – die auf einem nördlichen Ausläufer des Peilsteins thronende Burg wurde 1529 von den Türken zerstört.
  • Arnsteinhöhle – gleich unterhalb der Ruine, am Fuße des über 40 Meter hohen Burgfelsens,[1] liegt die ca. 40 Meter tiefe Höhle; sie ist ca. 15 Meter weit begehbar
  • Arnsteinnadel – die ca. 13 Meter hohe, steilgewundene Felsformation droht jederzeit umzustürzen
  • Pfarrkirche – eine frühere – möglicherweise aus dem 12. Jahrhundert stammende – Kapelle wurde 1783 zur Pfarrkirche erweitert. 1890 wurde das heutige hölzerne Tonnengewölbe eingesetzt. 1983 wurden bei Renovierungsarbeiten ein romanisches und ein frühgotisches Fenster aus dem 12. und 13. Jahrhundert freigelegt. 1987 wurde diese römisch-katholische Kirche zur Wallfahrtskirche erhoben. Der Ort heißt daher seit 1989 Maria Raisenmarkt. Zahlreiche Wallfahrten führen von hier auf Waldwegen auf den Hafnerberg, wie beispielsweise die Annawallfahrt jährlich Ende Juli.

Gründungssage der Kirche[Bearbeiten]

Der Sage nach steckte der Burgherr von Arnstein, nach der Rückkehr von einem Kreuzzug, seine untreue Gattin - sie behauptete der Teufel in Gestalt eines Hundes hätte sie trotz Keuschheitsgürtels geschwängert - in ein Fass mit Dornen und ließ sie den Burgfelsen hinabrollen. Der Ort, wo das Fass mit der Toten zu stehen kam, war der Platz der Kirchengründung. Der geheimnisvolle Grabstein der Unglücklichen, mit dem Abbild eines Hundes, aus dessen Bauch eine Lilie wächst, steht heute noch in der Pfarrkirche von Alland. Die Kanzel der Wallfahrtskirche befand sich ursprünglich in der (1889 abgetragenen) St.-Laurentius-Kirche in Mayerling[2].

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Josef Heßler: Feuilleton. Aus unseren Bergen. Ruine Arnstein. In: Badener Zeitung, Nr. 97/1908 (XXIX. Jahrgang), 2. Dezember 1908, S. 1 f. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bzt.
  2. Lars Friedrich (Red.): Die Wallfahrtskirche zum Heiligen Laurentius in Mayerling. In: mayerling.info, Dezember 2006, abgerufen am 30. Juli 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maria Raisenmarkt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien