Maria Riva

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Maria Riva 11. November 2005 Filmmuseum Berlin

Maria Riva (eigentlich Maria Elisabeth Sieber; * 13. Dezember 1924 in Berlin) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und einziges Kind der Schauspielerin Marlene Dietrich.

Leben[Bearbeiten]

1924 wurde Maria als Tochter von Marlene Dietrich und deren Mann, dem Regieassistenten Rudolf Sieber, in Berlin geboren. Nachdem ihre Mutter Marlene Dietrich nach Hollywood gegangen war und dort ihren ersten Film Marokko gedreht hatte, holte sie Maria zu sich nach Kalifornien. Bereits in jungen Jahren geriet sie so in Kontakt mit dem Showbusiness. Im Film Die scharlachrote Kaiserin (1934) teilte sie sich mit ihrer Mutter die Titelrolle: Während sie Katharina die Große als Kind verkörperte, stellte Marlene Dietrich sie als Erwachsene dar. Auch in anderen Filmen übernahm sie kleine Rollen, wie in Der Garten Allahs.

Während des Zweiten Weltkriegs erhielt Maria Schauspielunterricht an Max Reinhardts Schauspielschule in Hollywood. Nach erfolgtem Abschluss nannte sie sich Maria Manton und spielte Theater in Hollywood, übernahm Regie und gab Unterricht. Kurz vor Ende des Krieges folgte sie ihrer Mutter nach Europa und übernahm eine Rolle im Bühnenstück Frontpage, mit dem sie für die amerikanische Truppenbetreuung durchs zerstörte Europa und nach Kriegsende auch durch Deutschland tourte.

Nachdem sie nach Amerika zurückgekehrt war, heiratete sie in zweiter Ehe 1948 den Bühnenbildner William Riva und lebte überwiegend in New York. Sie bekam vier Söhne, arbeitete überwiegend am Theater sowie für Radio und Fernsehen und kümmerte sich um die Belange ihrer Mutter. Dies intensivierte sich im Laufe der Jahre, vor allem als sich Marlene Dietrich in ihre Pariser Wohnung zurückzog und niemanden mehr empfing.

1988 übernahm sie ihre bisher letzte Kinorolle in Bill Murrays Dickens-Parodie Die Geister, die ich rief…, ihr Sohn John Michael Riva war der Architekt des Films.[1] 1992 veröffentlichte sie eine Biografie über ihre kurz vorher verstorbene Mutter, die unter dem Titel Meine Mutter Marlene auch auf Deutsch erschienen ist.

2001 erschien der Dokumentarfilm Her Own Song, der von Maria Rivas Sohn David Riva erstellt wurde und in dem sie ausführlich über ihre Mutter berichtet. 2005 veröffentlichte Riva die Gedichte und Gedankenaufzeichnungen, die ihre Mutter in ihrer Wohnung in der Avenue Montaigne in den letzten Jahren vor ihrem Tod schrieb. Unter dem Titel Nachtgedanken wurde das Buch zu einem Bestseller.

Im Sommer 2012 ereilte Maria Riva ein schwerer Schicksalsschlag als ihr Sohn John Michael Riva an den Folgen eines Schlaganfalles, den er bei den Dreharbeiten zu Django Unchained erlitten hatte, verstarb.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Bibliografie[Bearbeiten]

  • Maria Riva: Meine Mutter Marlene (Originaltitel: Marlene Dietrich by Her Daughter, übersetzt von Julia Beise). Goldmann, München 1992, ISBN 3-570-01757-5; RM-Buchvertrieb, Rheda-Wiedenbrück 2000, ISBN 3-442-72653-0.
  • Maria Riva, Werner Sudendorf; Jean-Jacques Naudet, Peter Riva (Hrsg.): Marlene Dietrich. Zum 100. Geburtstag (Originaltitel: Marlene Dietrich, übersetzt von Corina von Trotha und Robert Fische). Nicolai, Berlin 2001, ISBN 3-8758-4111-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maria Riva – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Film-Architekt John Michael Riva mit 63 Jahren gestorben. Der Standard. 9. Juni 2012. Archiviert vom Original am 10. Juni 2012. Abgerufen am 11. Juni 2012.