Maria Rohm

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Maria Rohm (* 25. Februar 1943 in Wien; gebürtig Helga Grohmann) ist eine österreichische Schauspielerin und Filmproduzentin.[1]

Leben[Bearbeiten]

Rohm wurde bereits mit fünf Jahren Mitglied des Wiener Burgtheaters, wo sie zunächst ein achtjähriges Engagement für Kinderrollen erhielt und später auch als Erwachsene auftrat.

Von Produzent Harry Alan Towers wurde sie für den Film entdeckt und debütierte in den Thrillern Blonde Fracht für Sansibar und In Beirut sind die Nächte lang als Tänzerin und Gangsterbraut. Einen kurzen Auftritt hatte sie schon 1963 in dem Aufklärungsfilm Teufel im Fleisch in dem sie eine Prostituierte spielte. Der Film taucht dennoch in keiner Filmografie Maria Rohms auf, was wohl damit zu erklären ist, dass sie damals im Abspann nicht genannt wurde und der Film bis zu seiner DVD Veröffentlichung im Jahre 2008 nicht mehr zu sehen war und auch nie auf VHS erschien. In den 1960er Jahren war Maria Rohm in vielen internationalen Produktionen zu sehen, vor allem unter der Regie von Jess Franco. In diesen immer actionreichen und oft mit Sex und Gewalt angereicherten Abenteuerfilmen war sie meist das Opfer von Bösewichten, besonders Draculas und Dr. Fu Manchus, jeweils dargestellt von Christopher Lee.

Seit den späten 1960ern war sie vornehmlich in Literaturverfilmungen zu sehen: als Juliet, die durchtriebene Schwester von Justine in Marquis de Sades Justine, als Mutter von Jim Hawkins in Robert Louis Stevensons Die Schatzinsel oder als arrogant-naive Mercedes in der Verfilmung von Jack Londons Ruf der Wildnis. Mitte der siebziger Jahre zog sich Maria Rohm von der Leinwand zurück und war nur noch hinter der Kamera tätig. Zunächst in kleineren Jobs und ab den 1980er Jahren als Produktionsleiterin bei Harry Alan Towers, mit dem sie ab dem 28. Februar 1964 bis zu seinem Tode verheiratet war. Als Produzentin oder Co-Produzentin ist sie bis heute tätig.

Filmografie[Bearbeiten]

Darstellerin[Bearbeiten]

Produktion[Bearbeiten]

  • 1985: Black Arrow (Fernsehfilm)
  • 1989: Split – Edge of Sanity (Edge of Sanity)
  • 2000: Queen's Messenger
  • 2001: Terror im Orient-Express (Death, Deceit & Destiny Aboard the Orient Express)
  • 2001: Quatermain – Der Schatz der Könige (High Adventure)
  • 2002: Dorian – Pakt mit dem Teufel (Pact With the Devil)
  • 2002: She – Herrscherin der Wüste (She)
  • 2002: Sea Wolf – Der letzte Pirat (The Sea Wolf)
  • 2003: Sumuru – Planet der Frauen (Sumuru)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geburtsdatum laut Kay Wenigers Das große Personenlexikon des Films