Maria Valtorta

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Maria Valtorta (* 14. März 1897 in Caserta in Italien; † 12. Oktober 1961 in Viareggio/Italien) war eine italienische Mystikerin. Ihre Niederschriften beziehen sich nach Angaben Valtortas auf Visionen, in denen sich ihr Jesus Christus offenbart habe.

Leben[Bearbeiten]

Maria wurde als Tochter lombardischer Eltern geboren; ihr Vater war Offizier in der italienischen Armee, ihre Mutter Französischlehrerin. Sie besuchte nach der Grundschule ein privates Gymnasium. 1917/18 schloss sie sich bis zum Ende des Krieges den Samariterschwestern an.

1920, kurz vor ihrem 23. Geburtstag wurde sie auf der Straße von einem Jugendlichen mit einem Eisenstab in den Rücken geschlagen. Seither hatte sie Schmerzen und Lähmungserscheinungen, die wahrscheinlich von einer Verletzung der Wirbelsäule durch den Schlag herrührten. Maria war ab 1934 von der Hüfte abwärts gelähmt und blieb bis zum Tode bettlägerig und pflegebedürftig.

Im Alter von 21 in Schwesterntracht, 1918

Am Karfreitag 1943 hörte Maria Valtorta nach ihren eigenen Angaben eine Stimme, die sich als die Stimme Jesu vorstellte und sie bewog, einen Text in ihrem Schreibheft zu notieren. Die geführten Gespräche beziehungsweise Visionen häuften sich und hielten bis etwa 1953 an. In dieser Zeit schrieb Maria Valtorta etwa 15.000 solcher Seiten nieder.

Ihr Beichtvater, ein Priester des Servitenordens, P. Romualdo Migliorini, gab nach ihrem Tod an, sie sei, augenscheinlich „aus Gehorsam“, am 12. Oktober 1961 gerade in dem Moment gestorben, als er das übliche Gebet für die Sterbenden verrichtet hatte: „Proficiscere, anima christiana, ex hoc mundo“ („Ziehe weg, christliche Seele, aus dieser Welt“). Seit 1973 befindet sich ihr Grab in Florenz, in einer Kapelle bei der Basilika della Santissima Annunziata.

Veröffentlichte Werke[Bearbeiten]

Am bekanntesten ist Maria Valtortas Schrift Der Gottmensch (ursprünglicher Titel: L’Evangelo come mi è stato rivelato – ‚Das Evangelium, wie es mir offenbart wurde‘). Es gibt Maria Valtoras Visionen des Lebens Jesu und seiner Zeitgenossen wieder. Die geschilderten Visionen setzen zeitlich mit Visionen über das Leben der Großeltern Jesu ein. Die Niederschrift erreicht den größten Umfang in den Visionen über die drei letzten Lebensjahre Jesu und endet einige Jahre nach seiner Himmelfahrt. Dabei spielt die Wiedergabe der Gespräche Jesu mit anderen (beispielsweise seine Mutter Maria, Maria Magdalena, die Griechin Syntyche, Petrus, Johannes und die anderen Apostel) eine große Rolle. Daneben werden des öfteren auch Flora und Fauna des Heiligen Landes geschildert. Die Ereignisse verlaufen in etwa parallel zur Zeitabfolge in den Evangelien; ihre Beschreibung nimmt aber einen größeren Umfang ein.

Das Werk ist in sieben Sprachen übersetzt; Übersetzungen in weitere Sprachen wurden begonnen. Daneben gibt es noch kleinere Werke der Autorin: Das Buch Azaria, Lektionen über den Brief von Paulus an die Römer, Quaderni und Quadernetti.

Literatur[Bearbeiten]

  • Maria Valtorta: L' Evangelo come mi è stato rivelato. Centro Editoriale Valtortiano, Isola del Liri 2001, ISBN 8879871005 (10 Bände, italienische Ausgabe)
  • Maria Valtorta: Der Gottmensch - Leben und Leiden unseres Herrn Jesus Christus. Parvis-Verlag, Hauteville 2000, ISBN 3907525019 (12 Bände)
  • Maria Valtorta: Die Hefte 1943. Parvis-Verlag, Hauteville 2006, ISBN 2-88022-807-7
  • Maria Valtorta: Lektionen über den Brief des Hl. Paulus an die Römer. Parvis-Verlag, Hauteville 1999, ISBN 3-907525-31-0
  • Maria Valtorta: Autobiographie. Parvis-Verlag, Hauteville 1997, ISBN 3-907525-30-2
  • Maria Valtorta: Das Morgenrot einer neuen Zeit. Parvis-Verlag, Hauteville 1992, ISBN 3-907525-13-2

Weblinks[Bearbeiten]