Maria Wilhelmina von Auersperg

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Maria Wilhelmina von Auersperg
Maria Wilhelmina von Auersperg

Maria Wilhelmina von Auersperg, geborene Gräfin von Neipperg (* 30. April 1738; † 21. Oktober 1775) war eine Mätresse des Kaisers Franz I. Stephan von Habsburg-Lothringen.

Biografie[Bearbeiten]

Sie wurde als Tochter des Grafen Wilhelm Reinhard von Neipperg und der Gräfin Maria Franziska Theresia von Khevenhüller-Frankenburg geboren. Väterlicherseits war sie Enkelin von Eberhard Friedrich, Freiherr von Neipperg, und Margareta Lucretia von Hornberg und mütterlicherseits von Franz Ferdinand Anton, Graf Khevenhüller-Frankenburg, und Maria Theresia, Freiin von Lubetich und Chapelot.[1] Marias Vater war seit 1723 ein Erzieher und später ein guter Freund des Kaisers Franz I. Stephan von Habsburg-Lothringen.

Ihr Vater stellte sie mit 16 Jahren bei Hof vor, wo sie aufgrund ihrer außergewöhnlichen Schönheit und ihres natürlichen, liebenswürdigen Wesens Aufsehen erregte.[2] So wurde sie bald la belle Princesse genannt, wobei ihre schönen Hände besonders gelobt wurden. Sie wurde eine Hofdame der Kaiserin Maria Theresia und lebte auf dem Schloss Schönbrunn. Dort weckte sie die Aufmerksamkeit des Kaisers. Im April 1756 (nach anderen Quellen schon 1755) heiratete Maria Wilhelmina (angeblich auf Befehl von Maria Theresia) den verwitweten Fürsten Johann Adam von Auersperg, einen Sohn von Heinrich Joseph Johann, Fürst von Auersperg, und Maria Dominika, Prinzessin von und zu Liechtenstein.[1] Er war mütterlicherseits Enkel des Johann Adam Andreas, Fürst von Liechtenstein, Herzog von Troppau und Jägerndorf, und seiner Ehefrau Erdmuthe Maria Theresia, Prinzessin von Dietrichstein-Nikolsburg. Das Paar lebte danach im Palais Auersperg in Wien.[1][3] Sie hatte zwar mit Johann Adam keine eigenen Nachkommen, kümmerte sich aber dennoch um seine Kinder aus erster Ehe. Später lebte sie als Mätresse des Kaisers im Kaiserpalais, obwohl sie weiterhin die Ehefrau des Fürsten Auersperg war.

Sie begleitete 1765 den Kaiser zu der Hochzeit seines Sohnes Leopold mit der spanischen Infantin Maria Luisa in Innsbruck, wo er plötzlich verstarb. Nach Franz Stephans Tod zog sich Wilhelmine immer mehr ins private Leben zurück und verstarb am 21. Oktober 1775 erst 37-jährig. Joachim Wilhelm von Brawe widmete ihr sein Trauerspiel „Brutus“.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Stammbaum der Maria Wilhelmina von Neipperg, unter http://www.geneall.net
  2. Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich (60 Bände, 1856-91) Bd. 20, 154, eingesehen 25. Dezember 2008
  3. Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich aaO, 155
  4. Faksimile der Widmung

Weblinks[Bearbeiten]