Maria Zierer-Steinmüller

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Maria Zierer-Steinmüller (* 6. Dezember 1895 in München; † 26. November 1979 ebenda) war eine deutsche Schriftstellerin.

Werdegang[Bearbeiten]

Zierer kam als Tochter eines Schuhmachers und einer Bauerntochter in der Münchner Luisenstraße zur Welt. Nach dem Besuch der Volksschule ließ sie sich zur Schneiderin ausbilden. 1928 begann sie ihre schriftstellerische Tätigkeit. Ihre meist in mundartlich gefärbter Sprache verfassten Bücher erzählen häufig Geschichten aus dem kleinbürgerlichen Milieu der Landleute und Bauern. Einige ihrer frühen Romane und Erzählungen erlebten bis in die 1960er Jahre diverse Neuauflagen und Neubearbeitungen. Die Figur der Monika Wieshuber aus Monika zieht in die Stadt (1938) erfuhr in Die Wieshuberin und ihre Freier (1951) eine Fortsetzung.[1]

Ehrungen[Bearbeiten]

Bereits 1951/52 wurde Maria Zierer-Steinmüller von ihren Verlagen im Verbund mit ähnlichen Autoren wie Georg Schwarz, Ludwig Bäte oder Hanna Stephan mehrmals als Kandidatin für den Wilhelm-Raabe-Preis benannt, kam aber als Autorin einer „konservativ-idealistischen und volkstümlich-heimatlichen Dichtungstradition“[2] nicht in die engere Wahl.

1977 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. Von der literarischen Gesellschaft „Die Barke“ wurde sie mit dem Silbernen Poetenschiff ausgezeichnet.

Werk[Bearbeiten]

Romane und Erzählungen[Bearbeiten]

  • Die Bäuerinnen vom Waldeckhof, Turkan-Verlag, München 1935
  • Knecht Medardus wird Herr, Cotta, Stuttgart 1935
  • Dinge im Heim. Mit Zeichnungen von Ernst Dombrowski, Matthias-Grünewald-Verlag, Wiesbaden 1936
  • Fremde Stadt. Roman aus München, Cotta, Stuttgart 1937[3]
  • Monika zieht in die Stadt. Roman aus München, Franz Eher Verlag, Berlin 1938
  • Meister Firnholzer. Cotta, Stuttgart 1938
  • Die schwingende Brücke. Cotta, Stuttgart 1939
  • Bauernschritt. Erzählungen. Cotta, Stuttgart 1940
  • Bayrische Geschichten. Erzählungen, Feldausgabe, Cotta, Stuttgart 1944
  • Junge Tochter. Cotta, Stuttgart 1944
  • Die Schlichten, Strutz, Säckingen am Rhein 1946
  • Das rubinfarbene Herz. Erzählungen, Habbel, Regensburg 1950
  • Die Tochter Hanna. Berg, München 1951
  • Die Wieshuberin und ihre Freier. Berg, München 1951
  • Die Schmalznudeln und andere heitere Geschichten. Berg, München 1955
  • Ich bin Ziska Mertens. Berg, München 1958
  • Romanze in Ruhpolding. Berg, München 1959
  • Die Neue auf dem Wiesnerhof. Meister, Rosenheim 1967
  • Der Hof ohne Söhne. Rosenheimer Verlagshaus, Rosenheim 1969
  • Moorkolben, Rosenheimer Verlagshaus, Rosenheim 1970
  • Die letzte Bäuerin, Rosenheimer Verlagshaus, Rosenheim 1971
  • Die Unglückliche auf dem Wiesnerhof. Zauberkreis-Verlag, Rastatt 1972
  • Margarete Erlanger. Ilmgau-Verlag, Pfaffenhofen (a. d. Ilm) 1973, ISBN 3-7787-3036-3
  • Der Jungbauer vom Hanghof. Rosenheimer Verlagshaus, Rosenheim 1976, ISBN 3-475-52176-8
  • Stadtleut und Landleut. Zünftiges und Kauziges. Rosenheimer Verlagshaus, Rosenheim 1980, ISBN 3-475-52295-0
  • Der Buchenmühlhof. Rosenheimer Verlagshaus, Rosenheim 1981, ISBN 3-475-52333-7

Drama[Bearbeiten]

  • Die Entscheidung : eine ernste Szene um das schicksalsträchtige Begegnung zweier Menschen, Deutscher Theaterverlag, Weinheim (Bergstrasse) 1971.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hellmuth Langenbucher: Volkhafte Dichtung der Zeit, 5. Auflage, Junker und Dünnhaupt, 1940, S. 324f.
  • Maria Zierer-Steinmüller (1. Dezember 1895–26. November 1979). Eine unvergessene Münchner Autorin. in: Alfons Schweiggert, Hannes S. Macher: Autoren und Autorinnen in Bayern: 20. Jahrhundert - Verlagsanstalt Bayerland, 2004

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://trivialitas.tr.ohost.de/leih/leihz/zierer-wies.htm
  2. Hanna Leitgeb: Der ausgezeichnete Autor: städtische Literaturpreise und Kulturpolitik in Deutschland, 1926-1971, Walter de Gruyter 1994, S. 354
  3. Sebastian Graeb-Könneker: Autochthone Modernität. Westdeutscher Verlag 1996, ISBN 978-3531128917, S. 103, 106 u. 138.