María de la Paz von Spanien

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María de la Paz, Prinzessin von Bayern und von Spanien, Foto aus den Memoiren, 1917
María de la Paz, Prinzessin von Bayern und von Spanien, Büste von Eloy Palacios (Sohn).
Die selbstverfassten Lebenserinnerungen der Prinzessin, publiziert zu wohltätigen Zwecken, 1917.

María de la Paz von Bourbón und zu Borbón, Infantin von Spanien (* 23. Juni 1862 in Madrid; † 4. Dezember 1946 auf Schloss Nymphenburg in München) war durch Heirat Prinzessin von Bayern.

Herkunft[Bearbeiten]

María de la Paz war eine Tochter von Francisco de Asis de Borbón (1822–1902), Herzog von Cádiz und dessen Ehefrau der Königin Isabel II. von Spanien (1830–1904).

Heirat[Bearbeiten]

Am 2. April 1883 heiratete sie in Madrid ihren Cousin den bayrischen Prinzen Ludwig Ferdinand, Sohn des Prinzen Adalbert Wilhelm von Bayern und dessen Gattin Infantin Amalia de Borbón von Spanien. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor:

  • Ferdinand Maria, Prinz von Bayern, Infant von Spanien (1884–1958)
  1. ∞ 1906 María Teresa, Infantin von Spanien (1882–1912)
  2. ∞ 1914 María Luisa de Silva y Fernández de Henestosa (1880–1955)
  1. ∞ 1919 Auguste Gräfin von Seefried auf Buttenheim (1899–1978)
  • María del Pilar Prinzessin von Bayern (1891–1987), Malerin

Sonstiges[Bearbeiten]

Ebenso wie ihr Sohn, der Wittelsbach-Historiker Prinz Adalbert von Bayern war auch schon seine Mutter María de la Paz schriftstellerisch veranlagt. Sie war auch eine leidenschaftliche und talentierte Malerin. Sie schrieb jedoch nur zu wohltätigen Zwecken und veröffentlichte u.A. 1903 im Herder-Verlag Freiburg unter dem Titel In der ewigen Stadt, eine Beschreibung ihrer vorjährigen Pilgerreise nach Rom und ihr Zusammentreffen mit Papst Leo XIII. Der Ertrag der Schrift kam dem Seraphischen Liebeswerk Altötting, dem Kinderhilfswerk der Kapuziner, zugute. In derselben Schrift befindet sich auch ein Foto ihrer Tochter, Prinzessin Pilar, nebst Aufruf zur Unterstützung der katholischen „Kinderlegion“ in Altötting, einer Unterorganisation der Vereinigung, in der sich Kinder und Jugendliche karitativ betätigen konnten. Für die Kriegshinterbliebenen-Fürsorge publizierte die Prinzessin 1917 ihre Lebenserinnerungen, unter dem Titel Aus meinem Leben.

Der Sohn, Prinz Adalbert von Bayern, amtierte als 1. Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Spanien, wozu er aufgrund seiner persönlichen und verwandtschaftlichen Beziehungen durch seine spanische Mutter geradezu prädestiniert war.

Literatur[Bearbeiten]

  • Adalbert Prinz von Bayern: Vier Revolutionen und einiges dazwischen. Siebzig Jahre aus dem Leben der Prinzessin Ludwig Ferdinand von Bayern, Infantin von Spanien. Hans Eder Verlag, München, 1932
  • Adalbert Prinz von Bayern: An Europas Fürstenhöfen. Lebenserinnerung der Infantin Eulalia von Spanien 1864-1931. Verlag Robert Lutz Nachfolger Otto Schramm, Stuttgart, 1936