Mariager
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Mariager (Marien Acker) liegt am Südufer des gleichnamigen tief eingeschnittenen Fjordes und ist eine kleine jütländische Stadt mit 5000 Einwohnern und einem Hafen. Mariager gehört zum Århus Amt. Hier werden Rosen gezüchtet und Salzlager im Untergrund ausgespült daher ist Mariager in Dänemark als die Stadt der Rosen (Großgärtnereien) und des Salzes (Salzmuseum) bekannt.
In der gut erhaltenen Altstadt ist die St. Peders Kirke, ebenso wie die Kirchenruine im nahen Dorf Hou, nur noch als Grundmauer erkennbar. Die frühe Geschichte des Ortes ist eng mit dem Ende des 15. Jahrhunderts erbauten Kloster des Birgittinerordens verknüpft. Die Kirche stammt noch aus dieser Zeit; das Kloster ist weitgehend verschwunden. Mariager erhielt 1592 die Stadtrechte und blühte auf. Munkholm (Mönchs Holm) ist eine Parkanlage im Südteil von Mariager mit Wald und der Heilquelle Helligkilden (Heilige Quelle), die heute Helenenquelle heißt. Die Veteranenbahn, die im Sommer von Mariager nach Handest (15 km) verkehrt, ist ebenso eine Reise wert wie eine Fahrt mit dem Raddampfer "Svanen" auf dem etwa 30 km langen Fjord, der sich zum Angeln von Aalen besonders eignet. Der längste ostjütländische Fjord ist ein Kerbfjord, der in der Mitte 30 m tief ist.
[Bearbeiten] Die Umgebung
Der Ort ist von Äckern, Wäldern, Heide und Stränden umgeben. Am Aussichtspunkt Hohøj nahe der Stadt, in einer Höhe von 110 m befindet sich Dänemarks zweitgrößtes bronzezeitliches Hügelgrab. Entlang des Fjordes reihen sich, vor allem auf der Südseite Vorzeitdenkmäler von der Stein- bis in die Wikingerzeit:
- Jordhøj, Ormehøj und der gut zugängliche 40 m lange und mit zwei Kammern versehene Kongehøjen bei Voldstedlund sind Megalithanlagen die nördlich der Straße nach Katbjerg zu finden sind. Ein weiteres Exemplar liegt östlich von Assens.
- Runensteine finden sich in der Dalbyover, der Glenstrup, der Spenstrup, der Tørslev und in der Vester Tørslev Kirche und bei Kjellerupgård.
- ein Schalenstein liegt im Feld südwestlich von Vester Tørslev.
- Steinkisten (dän. Hellekisten) liegen in der Heide westlich von Hem und in Mariager, bei Sødisbakke und nördlich des Fjordes bei Vive.
- Grabhügel liegen in der Heide westlich und nördlich von Hem
- rekonstruierte eisenzeitiche Gräber bei der Schule von Havndal
- in Udbyneder steht eine Dorfkirche mit Kanzel und Fresken aus dem Jahre 1650
- 3 km weiter nördlich der Park des Schlosses Overgard nahe der Fjordmündung
- 12 km westlich von Mariager am Fjordende liegt Hobro und südwestlich des Ortes die restaurierte Wikingerburg Fyrkat, die Sven Gabelbart errichten ließ.
[Bearbeiten] Literatur
- Arhus Amt, 1994 Archaeological Sites and Monuments in the Mariager Area.
Koordinaten: 56° 39' 3" N, 9° 58' 34" O

