Marian

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Dieser Artikel behandelt den Personennamen Marian (in der Schreibweise ohne Akzent). Für den slowakischen Vornamen mit Akzent siehe Marián.

Marian ist ein im Deutschen männlicher, im Englischen auch und heute vorwiegend weiblich gebrauchter Vorname, außerdem ein Familienname.

Herkunft und Bedeutung[Bearbeiten]

Als männlicher ist der Name entlehnt aus lateinisch Marianus, einer Ableitung aus dem römischen Gentilnamen Marius, die auch als Cognomen getragen wurde und „zu Marius gehörig“ bedeutete, sich im Christentum dann mit dem aus dem Namen Maria abgeleiteten Adjektiv marianus überkreuzte und hierdurch die sekundäre Bedeutung „zu Maria (der Mutter Jesu) gehörig“ annahm (siehe Hauptartikel Marianus). Die weibliche lateinische Nebenform war Mariana. In die romanischen Sprachen wurde der Name mit geschlechtseindeutigen Endungen (frz. m. Marian, w. Mariane, it. und span. jeweils m. Mariano, w. Mariana) übertragen, ebenso existiert im Deutschen die weibliche Form Mariane.

Der im Mittelenglischen einsetzende weibliche Gebrauch von Marian (statt Mariane), der auch im Niederländischen auftritt, ist möglicherweise durch die Lautähnlichkeit mit Mary Ann oder Marion entstanden, da für die bekannteste spätmittelalterliche Namensträgerin Maid Marian (auch Maid Marion), die legendäre Geliebte Robin Hoods, vermutet wird, daß im Hintergrund das in der volkstümlichen alt- und mittelfranzösischen Dichtung populäre Namenspaar Robin und Marianne (oder Marion) steht.[1]

Namenstag[Bearbeiten]

Der Namenstag ist der 24. Januar, der 24. April, der 22. Dezember und der 3. November.[2]

Varianten[Bearbeiten]

Namensträger[Bearbeiten]

Männlicher Vorname[Bearbeiten]

Weiblicher Vorname[Bearbeiten]

Familienname[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stephen Knight, Men in Tights: Fitting the Tradition Snugly, in: ders. (Hrsg.), Robin Hood: Anthology of scholarship and criticism, Cambridge: D. S. Brewer, 1999, S. 461-467, S. 462; zur Namensvariante Marion Jeffrey L. Singman, Robin Hood: The shaping of the legend, Westport (CT): Greenwood Press, 1998, S. 65, S. 84f., S. 182
  2. kirchenweb.at