Marian Eleganti

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Weihbischof Marian Eleganti beim Diözesanen Weltjugendtag in Berlin (April 2014)
Abt Marian Eleganti (2006)

Marian Eleganti OSB (* 7. April 1955 in Uznach, Kanton St. Gallen) ist ein Schweizer Ordenspriester, römisch-katholischer Theologe und Weihbischof im Bistum Chur. Von 1999 bis 2009 war er Abt der Abtei St. Otmarsberg.

Leben[Bearbeiten]

Eugen Eleganti besuchte die benediktinische Stiftsschule Einsiedeln. 1974 trat er der Ordensgemeinschaft der Benediktiner im Kloster Einsiedeln bei und legte 1975 die zeitliche Profess ab, wo er den Ordensnamen David annahm.

Ein Jahr später trat er aus dem Kloster aus und wurde in Rom Mitglied der Gemeinschaft Priesterwerk um den suspendierten österreichischen Priester Joseph Seidnitzer (die Gemeinschaft heißt heute „Pro Deo et fratribus - Familie Mariens“ [PDF-FM]).[1] In Rom setzte er seine Ausbildung fort und studierte katholische Theologie an der Päpstlichen Lateranuniversität. 1978 übernahm er Leitungsaufgaben für die Gemeinschaft in Innsbruck. 1990 trat er aus der Gemeinschaft aus. Es war zum „offenen Bruch“ mit Josef Seidnitzer gekommen.[2] Über seine Mitgliedschaft im Priesterwerk sagt er heute: „Ich weiss, wie schnell man sich auf der Suche nach Wahrheit verirren kann.“[2]

1990 trat er schließlich in die Abtei der Missionsbenediktiner in St. Otmarsberg in Uznach ein, wo er den Ordensnamen Marian annahm. 1994 beendete er sein Theologiestudium in Salzburg. Am 2. Oktober 1994 legte er seine Profess ab, wurde am 16. November 1994 durch Bischof Otmar Mäder zum Diakon geweiht und empfing am 23. Juni 1995 durch den Bischof von St. Gallen, Ivo Fürer, die Priesterweihe. 2003 wurde er an der Paris-Lodron-Universität Salzburg mit einer Arbeit über den Wahrheitsbegriff bei Romano Guardini mit summa cum laude zum Dr. theol. promoviert. 2009 war er ein Befürworter des Minarettverbotes.[3]

Abt[Bearbeiten]

Am 15. Juli 1999 wählten ihn die Mönche der Abtei St. Otmarsberg, der jüngsten Abtei der Schweiz, zum zweiten Abt des Klosters. Er folgte in diesem Amt auf Ivo Auf der Maur. Die Benediktion erhielt er durch Bischof Ivo Fürer am 29. August 1999.

Die Missionsbenediktiner in Uznach gehören zur Benediktinerkongregation von St. Ottilien bei München mit Niederlassungen in Europa, Ost- , West- und Südafrika, Südamerika, Kuba und den USA, Indien, Korea, China, Kasachstan und Philippinen.

Weihbischof[Bearbeiten]

Am 7. Dezember 2009 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Titularbischof von Lamdia und zum Weihbischof in Chur. Die Bischofsweihe spendete ihm am 31. Januar 2010 der Churer Bischof Vitus Huonder in der Kathedrale St. Maria Himmelfahrt; Mitkonsekratoren waren der Apostolische Nuntius in der Schweiz und in Liechtenstein, Erzbischof Francesco Canalini, und der emeritierte Bischof von Chur, Amédée Grab OSB.

Die Amtübernahme durch Weihbischof Eleganti wurde am 31. Januar 2010 vollzogen. Er hat folgende Aufgaben[4]:

  • seit dem 1. Februar 2010: Bischofsvikar im regionalen Generalvikariat für die Kantone Zürich und Glarus, mit der Zuständigkeit für die Pastoral, die Repräsentation und die Verwaltung
  • Schweizer Jugendbischof (Nachfolge Denis Theurillat), seit 2011 nur noch für die deutschsprachige Schweiz und den Tessin, im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz
  • von 23. Februar 2011 bis 1. Juli 2014: Regens des Priesterseminars St. Luzi in Chur (als Nachfolger von Ernst Fuchs)[5]
  • seit 7. April 2011: Bischofsvikar für die Ordensleute und klösterlichen Gemeinschaften sowie für die philosophisch-theologische Ausbildung und für die Fortbildung sowie Weiterbildung der Seelsorger

Sonstiges[Bearbeiten]

Er ist Ehren-Konventualkaplan der Helvetischen Assoziation des Malteserordens.

Am 3. März 2012 wurde er Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste in der Klasse VII-Weltreligionen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Die-dunkle-Vergangenheit-von-Bischof-Eleganti/story/27177352
  2. a b http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/man_muss_immer_mit_der_suende_rechnen_der_mensch_ist_schwach_1.5158592.html
  3. http://www.kath.ch/index.php?&na=11,10,0,0,d,44995
  4. Lebenslauf von Marian Eleganti (Bistum Chur), abgerufen am 5. Januar 2014
  5. Bischof Huonder will auch abgewiesene Priesteramtskandidaten. Kipa. 5. Februar 2014. Abgerufen am 5. Februar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marian Eleganti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Ivo Auf der Maur OSB Abt von St. Otmarsberg
1999–2009
Emmanuel Rutz OSB