Marie-Angélique Memmie LeBlanc

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Marie-Angélique Memmie LeBlanc (* 1712; † 15. Dezember 1775 in Paris) war ein 1731 entdecktes sogenanntes „Wolfskind“, das möglicherweise zum indianischen Stamm der Fox gehörte.

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Memmie LeBlanc wurde im September 1731 in den Wäldern von Songy in Châlons-en-Champagne entdeckt. Das etwa neunzehnjährige Mädchen soll französisch zu sprechen gelernt und sich selbst einen Namen gegeben haben, nach der Gemeinde Saint-Memmie. Sie wurde zuerst in Gesellschaft eines zweiten Mädchens gesehen, das vor ihrer Ergreifung durch ein Unglück getötet wurde. Sie starb als Ruhegehaltsempfängerin der Königin von Frankreich.

Julien Offray de La Mettrie wiederholte 1748 in seinem Werk Die menschliche Maschine das Gerücht, wonach sie ihre Gefährtin gegessen haben soll. Carl von Linné nahm das Mädchen als weitere Abweichung eines „Wilden Menschen“ (Homo ferus) in die 12. Auflage von Systema Naturae auf und bezeichnete sie dort als „Puella Campanica“ (Champagnisches Mädchen).

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

Primärliteratur

  • Charles-Marie de la Condamine: Histoire d'une jeune fille sauvage trouvée dans les bois à l'âge de dix ans. Paris 1755, Volltext.
  • An Account of a savage girl, caught wild in the woods of champagne. Translated from the French of Madam H-T. With a preface, Containing several Particulars omitted in the Original Account. Edinburgh 1768, Online.

Sekundärliteratur

  • Serge Aroles: Marie-Angélique: Survie et résurection d'une enfant perdue dix années en forêt. Terre-éd. 2004, ISBN 2-915587-01-9.
  • Julia Douthwaite: Rewriting the Savage: The Extraordinary Fictions of the „Wild Girl of Champagne“. In: Eighteenth-Century Studies. Band 28, Nummer 2, 1994–1995, S. 163–192, JSTOR.
  • Marie-Angélique Leblanc: Monstrous Femininity. In: Julia V. Douthwaite: The wild girl, natural man, and the monster: dangerous experiments in the Age of Enlightenment. University of Chicago Press, 2002, ISBN 0226160564, S. 29–53.