Marie-France Vignéras

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Marie-France Vignéras

Marie-France Vignéras geborene Guého (* 29. Juli 1946 in Caudéran) ist eine französische Mathematikerin, die sich mit Zahlentheorie und algebraischer Geometrie beschäftigt.

Vigneras studierte an der Universität Bordeaux, wo sie 1972 ihr Diplom machte (Thèse de 3eme Cycle) mit einer Arbeit über Zahlentheorie der Quaternionen (über die schon Adolf Hurwitz und Martin Eichler gearbeitet hatten). Aus demselben Umfeld stammt ihre Dissertation von 1974 in Bordeaux. 1980 erschien ihr Buch Arithmetique des algebres de quaternions[1]. 1984 wurde sie mit dem Gay-Lussac-Humboldt-Preis ausgezeichnet. Später beschäftigte sie sich unter anderem mit Darstellungstheorie in der Arithmetik im Umkreis der Langlands-Vermutungen und mit p-adischen Darstellungen, wo sie den Beweis der lokalen Langlandsvermutung von Gérard Laumon und anderen erweiterte[2], worüber sie auf dem Europäischen Mathematikerkongress 2000 einen Plenarvortrag hielt. Sie ist Professorin am Institute de Mathematiques de Jussieu in Paris. 2006/2007 war sie Gastprofessorin am Radcliffe College der Harvard University.[3]

Zu ihren Doktoranden zählt Jean-Loup Waldspurger.

2005 war sie Emmy-Noether-Gastprofessor an der Universität Göttingen. 2002 war sie Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Peking (Modular representations of p-adic groups and of affine Hecke algebras).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lecture Notes in Mathematics, Band 800, Springer-Verlag, ISBN 0-387-09983-2.
  2. Vigneras: Correspondance locale de Langlands semi-simple pour GL(n,F) modulo l \neq p, Inventiones Mathematicae, Band 2001, S. 197-223
  3. Vigneras am Radcliffe College