Marie-Luise Nikuta

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Marie-Luise Nikuta (* 25. Juli 1938[1] in Köln-Nippes) ist eine Kölner Mundartsängerin. Sie gilt als „Königin des Mottolieds“, da sie seit 1977 (mit einer Pause von 2003 bis 2005) jährlich das Mottolied des Kölner Karnevals beisteuert. Zusätzlich zu ihrem Engagement im Kölner Karneval ist sie seit einigen Jahren auch fester Bestandteil des Cologne Pride (Kölner Christopher Street Day), für den sie 2003 ebenfalls ein Mottolied komponierte.

Leben[Bearbeiten]

Marie-Luise Nikuta auf dem Straßenfest zur Cologne Pride 2006

Marie-Luise Nikuta steht seit ihrem 13. Lebensjahr auf den Kölner Karnevalsbühnen. Nach einer Ausbildung zur Versicherungskauffrau und der Geburt einer Tochter widmete sie sich ab 1968 ihrer musikalischen Karriere. Sie bezeichnet sich dabei selbst als Sängerin, Komponistin und Texterin. Neben Auftritten in Köln nahm sie 1974 auch an der Steubenparade in New York City teil. Zusammen mit den Roten Funken, bei denen sie auch im Rosenmontagszug auf einem Festwagen mitfährt, besuchte sie 1987 und 1991 den Karneval in Windhoek/Namibia.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Nikuta erhielt als bisher einzige Frau die Willi-Ostermann-Medaille für ihr musikalisches Schaffen. Sie ist Ehrenmitglied im Klub Kölner Karnevalisten und wurde von vielen Karnevalsgesellschaften zur Ehrensenatorin ernannt. Weitere Auszeichnungen:

  • 1972: Das „Goldene Herz“ der Stadt Siegburg
  • 1973: Die „Goldene Ostermann-Medaille“ der Stadt Köln
  • 1975: Den „Orden zur Erhaltung des rheinischen Frohsinns“ der Stadt Zülpich
  • 1980: Den „Schmitz-Orden“ der Kölnischen Rundschau, Köln
  • 1981: Das „Goldene Burg Wissen“ der Stadt Troisdorf
  • 1982: Das „Goldene Spinnrad“ der Stadt Mönchengladbach
  • 1988: Die „Goldene Krone“ der Stadt Hürth
  • 1988: Den Sonderstufenorden „Rheinland met Häzz“, Türnich
  • 1992: Verdienstorden in Gold, Bund deutscher Karneval
  • 1992: Verdienstorden in Gold, Festkomitee Köln
  • 1995: Verdienstorden, Rote Funken, Köln
  • 1998: Die „Goldene Mütze“ der KG „Alt-Köln“
  • Mehrfache Gewinnerin der Karnevalistischen Hitparade von RTL
  • Mehrfache Gewinnerin der Karnevalistischen Hitparade des WDR
  • Mehrfache Gewinnerin des „Närrischen Oscar“ der Zeitung Express
  • Zahlreiche Auszeichnungen der Kölner Traditionsgesellschaften für ihr Liedgut
  • Zahlreiche Auszeichnungen der Kölner Traditionsgesellschaften für das beste kölsche Lied
  • Ehren-Köbes der Karnevalsgesellschaft „Sölzer Köbesse“

Auch ehrenamtlich engagiert sich Nikuta stark. Sie ist im Beirat der Aidshilfe, sammelt für den Förderverein für Demenzkranke und krebskranke Kinder. Sie ist Ehrenmitglied von „Künstler helfen Kindern“. Seit 2010 tritt Marie Luise Nikuta beim „Rheinischen Nachmittag“, organisiert durch „De Raderdollen Merheimer“ auf der Palliativstation Merheim, Kliniken der Stadt Köln mit ihrem Programm auf.

Mottolieder (unvollständig)[Bearbeiten]

  • 1966/1967: Kölschiger
  • 1968/1969: Köln serviert kölsche Spezialitäten à la carte – Kölsch, Kölsch, Kölsch
  • 1970/1971: Rosen, Tulpen und Narzissen, das Leben könnte so schön sein – Ruse, Tulpe, Nelke
  • 1972/1973: Fastelovend wie hä es un wie hä wor, zick 150 Johr – Karneval in Colonia
  • 1975/1976: Sang und Klang mit Willi Ostermann- Wenn die Engelcher ens Fastelovend fiere…
  • 1978 Strassenbahn Song (Weisste Wat Mr Fahre Met Dr Strossebahn Noh Hus) – Do Kannste Nix Dran Maache
  • 1981/1982: Karneval der Schlagzeilen – Närrische Nachrichten aus Presse, Funk und Fernsehen – Kölle Alaaf – dat klingk su wunderschön
  • 1982/1983: Es war einmal – Kölner Karneval wie ein Märchen – Et schönste Märchen…
  • 1983/1984: Hits us Kölle
  • 1984/1985: Ene Besuch em Zoo – Loß mer levve…
  • 1986/1987: Janz Kölle dräump un jede Jeck dräump es anders – Einmol em Johr
  • 1987/1988: Kölle Alaaf
  • 1988/1989: Wir machen Musik- Colonia feiert Feste
  • 1989/1990: Hereinspaziert
  • 1990/1991: Kinema Colonia
  • 1991/1992: Et kütt wie et kütt
  • 1992/1993: Sinfonie en Doll
  • 1993/1994: Hokus-Pokus-Kölsche Zauberei
  • 1994/1995: Colonia ruft die Narren aller Länder – Kommt nach Colonia…
  • 1995/1996: Typisch Kölsch
  • 1996/1997: Nix bliev wie et es-wir werden das Kind schon schaukeln
  • 1997/1998: Fastelovend un d’r Dom im Jubiläumsfieber
  • 1998/1999: 999 Jahre – Das waren Zeiten – Das waren Zeiten
  • 1999/2000: Kölle loss jonn – ins neue Jahrtausend- Kölle loss jonn
  • 2000/2001: Köln kann sich mit allen messen
  • 2001/2002: Janz Kölle es e Poppespill
  • 2003/2004: Klaaf un Tratsch op kölsche Art
  • 2003: Liebe Deine Nächsten (Mottolied CSD)
  • 2005/2006: E Fastelovendfoßballspill
  • 2006/2007: Mir all sin Kölle
  • 2007/2008: Uns Kulturkamelle
  • 2008/2009: Unser Fastelovend – Himmlisch Jeck
  • 2009/2010: In Kölle gebützt
  • 2010/2011: Köln hat was zu beaten
  • 2011/2012: Jedem Jeck sing Pappnas
  • 2012/2013: Fastelovend em Bloot - He un am Zuckerhot
  • 2013/2014: Zokunf - mer spingkse wat kütt

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nicole Trum: Geburtstagswünsche für die Königin des Mottoliedes. Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 25. Juli 2013, abgerufen am 25. Juli 2013.

Weblinks[Bearbeiten]