Marie-Nicole Lemieux

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Marie-Nicole Lemieux bei der Verleihung des Ordre national du Québec (2013)

Marie-Nicole Lemieux (* 26. Juni 1975 in Dolbeau-Mistassini, Québec) ist eine kanadische Opern- und Konzertsängerin mit der Stimmlage Alt aus der Bevölkerungsgruppe der frankophonen Kanadier.

Leben[Bearbeiten]

Studiert hat Lemieux am Conservatoire de musique de Montréal bei Marie Daveluy, die sie auch darauf aufmerksam machte, dass ihre Stimme ein Kontra-Alt sei. Als erste Kanadierin gewann sie 2000 bei dem Concours Reine Elisabeth den ersten Preis im Bereich Gesang, bei dem sie auch einen Spezialpreis für Liedgesang zuerkannt bekam.

Neben dem Liedgesang (sie nahm bereits Richard Wagners Wesendonck-Lieder, Lieder von Gustav Mahler, genauso wie französische Mélodies auf), widmete sie sich vor allem der Barockoper. Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi stellen hierbei den Schwerpunkt ihres Repertoires dar. 2005 debütierte sie in Claudio Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria unter René Jacobs an der Staatsoper Unter den Linden.

Im Theater an der Wien sang sie szenisch 2009 die Geneviève in Pelléas et Mélisande, sowie 2012 die Zia Principessa in Suor Angelica und die Zita in Gianni Schicchi. Außerdem war sie dort in zwei konzertanten Händel-Aufführungen zu hören: 2011 in der Titelpartie von Giulio Cesare in Egitto und 2012 als Polinesso im Ariodante. Im August 2014 debütierte sie als Azucena im Trovatore bei den Salzburger Festspielen, an der Seite von Anna Netrebko, Francesco Meli und Plácido Domingo.

Am 6. Juni 2013 bekam sie den Ordre national du Québec verliehen.

Diskografie[Bearbeiten]

  • Berlioz: Les Nuits d'été, Mahler: Rückert-Lieder, Wagner: Wesendonck-Lieder (mit Daniel Blumenthal, Cyprès: 2000)
  • Brahms: Lieder (mit Michael McMahon und Nicolo Eugelmi, Analekta: 2004)
  • Concours Musical International Reine Elisabeth de Belgique (Cyprès: 2000)
  • Händel: Italienische Kantaten (unter Luc Beauséjour, Analekta: 2002)
  • Händel: Rodelina (als Unulfo unter Alan Curtis, Naive: 2004)
  • L'heure exquise (Lieder von Hahn, Chausson, Debussy und Enesco, mit Daniel Blumenthal, Naive: 2005)
  • Mozart : Requiem (unter Bernard Labadie, DORIAN: 2001)
  • Scarlatti: Salve Regina, Vivaldi: Stabat Mater, Concerti Per Archi (unter Jeanne Lamon, Analekta: 2003)
  • Vivaldi: Griselda (Titelrolle unter Jean-Christophe Spinosi, DGG: 2006)
  • Vivaldi: Orlando furioso (Titelrolle unter Jean-Christophe Spinosi, Naive: 2004)
  • Vivaldi: La fida ninfa (unter Jean-Christophe Spinosi, Naive: 2009)
  • Vivaldi: Nisi Dominus, Stabat Mater (mit Philippe Jaroussky, Jean-Christophe Spinosi, Naive: 2007)

Weblinks[Bearbeiten]