Camille Jordan

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Marie Ennemond Camille Jordan

Marie Ennemond Camille Jordan, genannt Camille Jordan, (* 5. Januar 1838 in Lyon; † 21. Januar 1922 in Paris) war ein französischer Mathematiker.

Jordan studierte ab 1855 an der École polytechnique in Paris und arbeitete dann als Ingenieur. Nebenbei fand er ausreichend Zeit, mathematische Forschung zu betreiben. 1876 wurde er Professor für Analysis an der École polytechnique und 1916 Präsident an der Académie des sciences.

Er hat fundamentale Beiträge zur Analysis, Gruppentheorie und Topologie geleistet. Noch heute erinnert der Begriff Jordan-Kurve an seinen Namen. Auch die jordansche Normalform und der Satz von Jordan-Hölder sind nach ihm benannt.

Felix Klein pflegte bei seiner Vorlesung über Gruppentheorie folgende Geschichte seinen Zuhörern zum besten zu geben:

„Auf dem denkwürdigen Pariser Mathematikerkongress im Jahre 1900 wurde in einer schlichten Feierstunde aller bedeutenden Mathematiker gedacht, die in den letzten zehn Jahren das Zeitliche gesegnet hatten. Unter anderem wurde der Gruppentheoretiker Camille Jordan, geboren 1838, gestorben am 7. November 1898, genannt. Da erhob sich in den letzten Reihen eine hagere Gestalt, um der Versammlung zu verkünden, dass an der Angabe seines Todesdatums wenigstens die Jahreszahl nicht stimmen könne, da er noch am Leben sei.“

[Bearbeiten] Schriften

  • Traité des substitutions et des équations algébriques, Gauthier-Villars 1870
  • Cours d’analyse de l’École polytechnique, 3 Bände, Gauthier-Villars 1893-1896

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Marie Ennemond Camille Jordan – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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