Marie Hedwig von Hessen-Darmstadt

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Marie Hedwig von Hessen-Darmstadt (* 26. November 1647 in Gießen; † 19. April 1680 in Ichtershausen) war Landgräfin von Hessen-Darmstadt und durch Heirat Herzogin von Sachsen-Meiningen.

Leben[Bearbeiten]

Marie Hedwig war die jüngste Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605–1661) aus dessen Ehe mit Sophie Eleonore (1609–1671), Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen.

Die Prinzessin heiratete am 20. November 1671 in Gotha Bernhard, nachmaligen Herzog von Sachsen-Meiningen, der zu jener Zeit noch gemeinsam mit seinen Brüdern über Sachsen-Gotha herrschte und ab 1676 in Ichtershausen residierte. Hier errichtete er ein Schloss, das zu Ehren seiner Gemahlin Marienburg genannt wurde.

Im Jahr 1680 teilte Bernhard mit seinen Brüdern das Land und er wurde der erste Herzog von Sachsen-Meiningen. Den größten Teil seines neugebildeten Landes bildete die ehemalige gefürstete Grafschaft Henneberg, in deren Wappen eine schwarze Henne dargestellt war. Dieses Symbol wurde zu jener Zeit mit Hexerei und Magie in Verbindung gebracht. Marie Hedwig bemerkte sehr bestimmt, kurz vor der Verlegung der Residenz von Ichtershausen nach Meiningen, dass sie niemals das Land der schwarzen Henne betreten werde. Sie starb erst 32-jährig, kurz nach der Geburt ihres letzten Kindes, neun Wochen vor dem Umzug des Hofes. Ihr Leichnam wurde nach Meiningen überführt und dort in der Krypta der Stadtkirche bestattet.

Der "Hessensaal" im Schloss Elisabethenburg

Im Meininger Schloss Elisabethenburg ließ Bernhard zum Gedächtnis an seine erste Gemahlin den barocken sogenannten Hessensaal anlegen, der zur Würdigung beider Dynastien mit Porträtbildern ausgestattet werden sollte.

Nachkommen[Bearbeiten]

Aus ihrer Ehe hatte Marie Hedwig die folgenden Kinder:

∞ 1704 Prinzessin Dorothea Maria von Sachsen-Gotha (1674–1713)
  • Bernhard (1673–1694)
  • Johann Ernst (1674–1675)
  • Marie Elisabeth (*/† 1676)
  • Johann Georg (1677–1679)
  • Friedrich Wilhelm (1679–1746)
  • Georg Ernst (1680–1699)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]