Marie Marcks

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Marie Marcks (2006)

Marie Marcks (* 25. August 1922 in Berlin) ist eine deutsche Karikaturistin.

Leben[Bearbeiten]

Ihr Vater war Architekt, die Mutter Grafikerin und Kunstlehrerin. Ihr Onkel war der Bildhauer Gerhard Marcks. Nach einer Ausbildung an der Kunstschule der Mutter studierte Marie Marcks noch während des Zweiten Weltkrieges einige Semester Architektur in Berlin und Stuttgart. Seit Abbruch des Studiums arbeitete sie als selbstständige Kunstschaffende in Heidelberg.

Anfang der 1960er Jahre begann sie, politische Karikaturen zu veröffentlichen. Dabei beschäftigten sie vor allem Themen aus dem gesellschaftspolitischen und feministischen Bereich. Damit wurde sie eine der bedeutendsten Karikaturistinnen der Bundesrepublik Deutschland. Marie Marcks veröffentlichte zahlreiche Bücher, regelmäßig Karikaturen in weit verbreiteten Publikationen wie der Süddeutschen Zeitung[1], dem Stern, dem Spiegel, Titanic und Vorwärts sowie die autobiografischen Aufzeichnungen aus dem Familienalltag.

Ihre Bilder, schwarz/weiß oder in Buntstift, sind oft mit Sprechblasen oder Untertexten zu Momentaufnahmen einer Entwicklung(-sgeschichte) konzentriert. Detailreichtum und Wortwitz sind typische Merkmale. Sie bezog häufig eine dezidierte Position in politischen Tagesfragen kommunaler oder bundesweiter Politik.

Marcks ist zeichnerisch eine Weg- und Zeitgenossin der viel jüngeren Franziska Becker und Claire Bretécher. In ihren Bildern tauchen immer wieder Hinweise auf die zeitgenössische Kunst auf. Und sie ist auch mit über 90 Jahren noch mit spitzer Feder "unterwegs".

Sie ist Mutter von fünf Kindern und lebt heute in Heidelberg.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marie Marcks – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paul Katzenberger: „Ab heute sagen wir Penis“, bei Süddeutsche.de, 25. August 2012.