Marie Victor Nicolas de Fay de La Tour-Maubourg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Marie Victor de Fay de Latour-Maubourg

Marie Victor Nicolas de Fay de Latour-Maubourg (* 22. Mai 1768 in La Motte-de-Galaure, Département Drôme; † 11. November 1850 in Dammarie-les-Lys, Département Seine-et-Marne) war ein französischer General.

Victor de La Tour-Maubourg, Bruder des Charles César de Fay de La Tour-Maubourg, stand beim Ausbruch der Revolution als Leutnant bei der Garde du Corps und rettete am 6. Oktober 1789 der Königin Marie Antoinette das Leben.

Im Feldzug von 1792 befehligte er als Colonel das 3.Regiment Chasseur à Cheval unter Marquis de La Fayette und trat mit letzterem, gleich seinem Bruder, auf österreichisches Gebiet über. Hier wurde er von den Österreichern verhaftet, aber nach einem Monat wieder freigelassen. Erst 1797 kehrte er nach Frankreich zurück und nahm als Adjutant Jean-Baptiste Klébers teil an der Expedition nach Ägypten.

In der Schlacht bei Austerlitz erhob ihn Napoleon I. zum Brigadegeneral; Latour-Maubourg focht hierauf in dem Feldzug gegen Preußen und Russland, befehligte 1808 in Spanien die Kavallerie und zeichnete sich unter anderem bei Cuenca und Badajoz aus.

Ebenso focht er als Divisionsgeneral in den Feldzügen von 1812 und 1813, namentlich bei Dresden und Leipzig, wo er ein Bein verlor.

Während der ersten Restauration wurde er in die zur Reorganisation des Heers niedergesetzte Kommission berufen, zum Pair erhoben, 1817 als Gesandter nach Großbritannien geschickt; vom 19. November 1819 bis 14. Dezember 1821 war er Kriegsminister und 1822–1830 Gouverneur der Invaliden, worauf er sich auf sein Landgut Melun zurückzog. Dem König Karl X. 1830 in die Verbannung nach Prag folgend, wurde er 1835 zum Gouverneur des Henri d'Artois, comte de Chambord, Herzogs von Bordeaux, ernannt.

Ehrungen[Bearbeiten]

Sein Name ist am Triumphbogen in Paris in der 17. Spalte (LTr MAUBOURG) eingetragen.

Weblinks[Bearbeiten]

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn du den Artikel so weit überarbeitet hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, dies belegt ist und er den heutigen sprachlichen Anforderungen genügt.

Um danach auf den Meyers-Artikel zu verweisen, kannst du {{Meyers Online|Band|Seite}} benutzen.