Marie von Edinburgh

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Maria von Rumänien
Kronprinzessin Marie von Rumänien, um 1900
Maria von Rumänien (Medaille)

Prinzessin Marie Alexandra Victoria von Edinburgh, genannt Missy, VA (* 29. Oktober 1875 in Eastwell Park, Vereinigtes Königreich; † 18. Juli 1938 in Sinaia, Rumänien) war ein Mitglied des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha und als Ehefrau von Ferdinand von Hohenzollern-Sigmaringen Königin von Rumänien.

Leben[Bearbeiten]

Sie war die älteste Tochter von Alfred von Edinburgh, späterer Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, dem zweitältesten Sohn Königin Victorias, und Marija Alexandrowna Romanowa, Tochter von Zar Alexander II. von Russland. Ihr Vater war bei der Royal Navy, sodass sie einen großen Teil ihrer Jugend im Ausland, vor allem auf Malta verbrachte.

In Adelskreisen galt die Enkelin der britischen Königin und des russischen Zaren als eine „gute Partie“. Als ihr Cousin, der spätere König Georg V. um ihre Hand anhielt, stimmte sowohl Maries, als auch Georgs Vater, der Prince of Wales und spätere König Eduard VII., zu. Maries Mutter hingegen hatte eine tiefe Abneigung gegen das britische Königshaus und sprach sich für einen ausländischen Ehemann für ihre Tochter aus. Am 10. Januar 1893, wenige Monate bevor ihr Vater Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha wurde, heiratete Marie Prinz Ferdinand von Rumänien, den Neffen König Karl I. von Rumänien. Aus einem Briefwechsel mit ihrer geheimen Vertrauten, der amerikanischen Tänzerin Loïe Fuller, geht hervor, dass sie eine tiefe Abneigung, ja geradezu Ekel gegen ihren Mann empfand. Dennoch gingen aus der Ehe sechs Kinder hervor.

Ileana und Mircea wurden jedoch erst geboren, nachdem Maries späterer Liebhaber Barbu Știrbey in ihr Leben trat. Da Mircea braune Augen hatte - Maries und Ferdinands waren blau -, wird allgemein davon ausgegangen, dass Mircea aus dieser Beziehung stammt. Wer der Vater von Ileana ist, steht hingegen noch zur Diskussion. Aus einem weiteren Brief geht hervor, dass wohl auch Prinzessin Maries biologischer Vater nicht Ferdinand, sondern Großfürst Boris Wladimirowitsch von Russland ist. Bei Karl und Elisabeth kann man hingegen davon ausgehen, dass sie von Ferdinand stammen.

Königin[Bearbeiten]

1914 verstarb König Karl I., und Ferdinand bestieg den rumänischen Thron und aus Kronprinzessin Marie wurde Ihre Majestät Königin Maria von Rumänien. Auf Grund des Ersten Weltkriegs fand die offizielle Krönung erst 1922 in der neu erbauten Krönungskathedrale in Alba Iulia statt.

Maria war inzwischen eine wahre Patriotin geworden und hatte einen großen Einfluss auf das politische Geschehen des Landes. Man sagte im Allgemeinen, dass sie das Land regierte und nicht der König, der als eher zurückhaltend und schwach galt.

Sie meldete sich als freiwillige Rot-Kreuz-Schwester, um den Verwundeten zu helfen. Weiterhin schrieb sie ein Buch mit dem Titel Mein Land, durch dessen Verkauf Fördergelder für das Rote Kreuz beschafft werden sollten. Als Rumänien 1917 schon zur Hälfte von Deutschland besetzt war, entwickelte Maria gemeinsam mit einer Gruppe militärischer Berater einen Plan, nach dem sich die rumänische Truppen nicht Richtung Russland zurückziehen sollten und stattdessen ein bestimmtes Gebiet zu wählen, welches bis zum letzten verteidigt werden sollte. Des Weiteren sorgte sie für die nötige finanzielle Unterstützung aus den Vereinigten Staaten, um diesen Plan umzusetzen.

Als der Krieg vorbei war, bestand Maria darauf, als Vertreterin für ihr Land nach Versailles zu reisen, setzte sich außenpolitisch vehement für die Rechte der Rumänen ein, reiste zu Spendensammlungen in die Vereinigten Staaten und hielt Vorträge vor dem Völkerbund.

Nach Ferdinands Tod im Jahre 1927 blieb Maria in Rumänien, wo sie mehrere Bücher und ihre Memoiren verfasste. Sie starb am 18. Juli 1938 und wurde neben ihrem Mann in der Gruft der Kathedrale von Curtea de Argeș begraben. Ihrem letzten Willen entsprechend, wurde ihr Herz in einem Kloster bei dem auf ihre Veranlassung gebauten Schloss Baltschik beigesetzt. Als 1940 die südliche Dobrudscha und mit ihr Baltschik im Rahmen des Vertrags von Craiova an Bulgarien zurückging, wurde das Herz nach Schloss Bran gebracht, welches Anfang des 20. Jahrhunderts ihr Hauptwohnsitz war und wo noch heute viele von Marias privaten Besitztümern, wie z.B. Möbel ausgestellt werden.

Sonstiges[Bearbeiten]

Maria war ein sehr romantischer Mensch. Sie liebte es, sich zu verkleiden, und ließ sich in ihren Roben gerne fotografieren. Es gibt heute zahllose Fotos der attraktiven Königin. Bald trug sie die einfache rumänische Tracht der Landfrauen, bald kleidete sie sich als mittelalterliche Nonne oder posierte vor exotischer Kulisse. Doch mit zunehmendem Alter wurde aus der verträumten britischen Prinzessin eine Kämpferin für die Belange des Landes, das sie liebte. Von allen Königinnen ihrer Zeit war Maria von Rumänien sicherlich die schillerndste, sowie wandlungsfähigste.

Des Weiteren beschäftigte sie sich ausgiebig mit anderen Kulturen und Religionen. Obwohl sie eigentlich anglikanischen Glaubens war, ist bekannt, dass sie sich auch ausgiebig mit dem orthodoxen Glauben der Rumänen beschäftigt hat. Später brachte ihr die bekannte Journalistin Martha Root den Glauben der Bahai nahe. Dessen Anhänger haben noch heute großen Respekt vor Maria, da sie sich als erste Monarchin zu dieser Religion bekannte.

Nachkommen[Bearbeiten]

Maria von Rumänien mit ihrem Sohn Nikolaus

Marie von Edinburgh und König Ferdinand von Rumänien hatten sechs Kinder:

Literatur[Bearbeiten]

  • A.L. Easterman: King Carol, Hitler, and Lupescu. Victor Gollancz Ltd., London 1942
  • Erika Bestenreiner: Prinzessin Maria von Großbritannien und Coburg, Königin von Rumänien, in: Die Frauen aus dem Hause Coburg. Aus dem fränkischen Herzogtum auf die Throne Europas. Piper, München 2008, ISBN 978-3-492-04905-4 S. 224-290.
  • Della Marcus: "Her Eternal Crown - Queen Marie of Romania and the Bahai Faith", George Ronald Publisher Ltd, Oxford 2000, ISBN 978-0-85398-442-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Queen Marie of Romania – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgängerin Amt Nachfolgerin
Elisabeth zu Wied Königin von Rumänien
1914–1927
---