Marie von Oranien-Nassau

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Prinzessin Marie von Oranien-Nassau, spätere Pfalzgräfin von Simmern

Marie von Oranien-Nassau (* 5. September 1642 in Den Haag; † 20. März 1688 in Kreuznach) war eine niederländische Prinzessin aus dem Haus Oranien und durch Heirat Pfalzgräfin von Simmern.

Leben[Bearbeiten]

Marie war die jüngste Tochter des Prinzen Friedrich Heinrich von Oranien und dessen Gemahlin Gräfin Amalie zu Solms-Braunfels. Ihr Vater, der bei ihrer Geburt schon in hohem Alter stand, starb als Marie vier Jahre alt war.

Jan Mijtens: Bildnis der Töchter Friedrich Heinrichs von Oranien, Öl auf Leinwand, datiert 1666, Anhaltische Gemäldegalerie, Dessau

Im Jahre 1660 begannen Verhandlungen einer Ehe der Prinzessin, die eine Tante des späteren englischen Königs Wilhelms III. war, mit König Karl II. von England. Dieser heiratete aber eine Prinzessin aus Portugal, das sich um diese Zeit mit Spanien im Krieg befand. Ein Jahr später wurde, ebenfalls erfolglos, über eine Ehe mit Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen beraten.

Am 23. September 1666 heiratete sie in Kleve schließlich Pfalzgraf Ludwig Heinrich Moritz von Simmern (1640–1674), Sohn des Ludwig Philipp von der Pfalz und ein Enkel ihrer Tante Luise Juliana von Oranien-Nassau. Wie bei ihren Schwestern sollte die Eheschließung das familiäre Netz der kalvinistischen Reichsfürsten enger knüpfen. Anlässlich dieser Familienzusammenführung entstand das berühmte Jan-Mijtens-Gemälde der Töchter Friedrich Heinrichs von Oranien vor Kleve.

Wie ihre Schwestern Luise Henriette mit Oranienburg, Albertine Agnes mit Oranienstein, Henriette Catharina mit Oranienbaum, ließ auch Marie auf ihrem Witwensitz bei Bad Kreuznach ein aufgelassenes Nonnenkloster in den „Oranienhof“ umgestalten. Dieser wurde allerdings 1689 wieder zerstört.

Die 8-jährige Ehe Maries blieb kinderlos und mit dem Tod ihres Mannes erlosch die Linie Simmern-Kaiserslautern. Mit ihren zwei verbliebenen Schwestern stand Marie in reger Korrespondenz.

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