Marienfließ

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Marienfließ (Begriffsklärung) aufgeführt.


Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Marienfließ führt kein Wappen
Marienfließ
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Marienfließ hervorgehoben
53.31666666666712.1568Koordinaten: 53° 19′ N, 12° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Prignitz
Amt: Meyenburg
Höhe: 68 m ü. NHN
Fläche: 76,89 km²
Einwohner: 753 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16945
Vorwahlen: 033968, 033969
Kfz-Kennzeichen: PR
Gemeindeschlüssel: 12 0 70 266
Adresse der Amtsverwaltung: Freyensteiner Straße 42
16945 Meyenburg
Webpräsenz: www.amtmeyenburg.de
Bürgermeister: Ralf Knacke
Lage der Gemeinde Marienfließ im Landkreis Prignitz
Lenzerwische Lenzen (Elbe) Lanz Cumlosen Groß Pankow (Prignitz) Pritzwalk Gumtow Plattenburg Legde/Quitzöbel Rühstädt Bad Wilsnack Breese Weisen Wittenberge Perleberg Karstädt Gülitz-Reetz Pirow Berge Putlitz Kümmernitztal Gerdshagen Halenbeck-Rohlsdorf Meyenburg Marienfließ Triglitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Putlitz Mecklenburg-Vorpommern Sachsen-Anhalt Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Marienfließ ist eine amtsangehörige Gemeinde in Brandenburg im Landkreis Prignitz. Sie wurde erst 2001[2] gebildet und wird vom Amt Meyenburg mit Sitz in Meyenburg verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Marienfließ gehören die Ortsteile Frehne, Krempendorf, Stepenitz und Jännersdorf mit seinen bewohnten Gemeindeteilen Kuwalk und Neu Redlin.

Im Norden der Gemeinde liegt das Naturschutzgebiet „Marienfließ“. Durch das Gemeindegebiet fließt die Stepenitz.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Frehne, Jännersdorf, Krempendorf und Stepenitz.[2]

Frehne[Bearbeiten]

Gut Frehne um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Das ehemalige Gutsbauerndorf Frehne wurde 1275 erstmals urkundlich als „Verene“ erwähnt. Das Dorf beherbergt ein Ortsgemeinschaftshaus, eine Freiwillige Feuerwehr und eine kleine Kirche. Der Ortsbeirat organisiert im Jahr mehrere kulturelle Veranstaltungen, wie z. B. Kinder- und Dorffeste.

Jännersdorf[Bearbeiten]

Jännersdorf wurde 1246 erstmals erwähnt als „Janderstorp“. Der Name ist ein slawisch-deutscher Mischname, von der altpolabischen Personenname * Jander = Andreas[3]. Nach der Dorfform ist es ein Rundling. Funde deuten jedoch auf eine frühere Besiedlung der Gemarkung hin. Infolge des Dreißigjährigen Krieges wurde das Dorf entvölkert und erst 1686 wieder bewohnt. Zu DDR-Zeiten befand sich in Jännerstorf ein Schieß- und Hubschrauberlandeplatz des sowjetischen Militärs.

Krempendorf[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1246 als „Crempendorf“. Das Angerdorf ist wahrscheinlich rein germanischen Ursprungs.

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Marienfließ besteht aus 10 Gemeindevertretern.

  • WG Gemeinschaft aktives Dorfleben 2 Sitze
  • Einzelwahlvorschläge 8 Sitze

(stand: Kommunalwahl 28. September 2008)[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Clemens Bergstedt: Zur Frühgeschichte der Edlen Herren Gans zu Putlitz. In: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands. Zeitschrift für vergleichende und preußische Landesgeschichte, Bd. 56, Berlin 2010, S. 1-35.
  • Clemens Bergstedt: Das heilige Blut des Klosters Marienfließ. In: Wichmann-Jahrbuch des Diözesangeschichtsvereins Berlin, Neue Folge 6, Berlin 2001, S. 7-20
  • Evangelisches Stift Marienfließ e. V. (Hrsg.): Klosterstift Marienfließ in Stepenitz, Berlin 2006 (mit Beiträgen u. a. von Gerd Heinrich, Clemens Bergstedt, Bernd Menze, Torsten Foelsch, Iselin Gundermann, Bernhard von Barsewisch)
  • Lieselott Enders: Die Prignitz - eine mittel-alterliche Klosterlandschaft? In: Jahrbuch für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte, Jg. 60, Berlin 1995, S. 10-20.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marienfließ – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Bildung der neuen Gemeinde Marienfließ (aus den Gemeinden Frehne, Jännersdorf, Krempendorf und Stepenitz). Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 2. November 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 47, Potsdam, den 21. November 2001, S.786 PDF
  3. Sophie Wauer: Brandenburgisches Namenbuch. Teil 6 Die Ortsnamen der Prignitz. 487 S., Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1989.
  4. http://www.amtmeyenburg.de/politik/mitglieder.php?gremium=1543