Marinus (Heiliger)

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Marinus als Steinmetz
Marinus auf der marinesischen 20-Cent-Münze

Marinus, der Nationalheilige San Marinos, gilt als der Begründer (im Jahr 301) der ältesten existierenden Republik der Welt. Gemäß der Überlieferung war er ein Steinmetz, der durch den Handel von der Insel Rab (heute Kroatien) an das andere Ufer des Adriatischen Meeres gelangte, wo er wegen seines christlichen Glaubens der diokletianischen Christenverfolgung ausgesetzt war. Er wurde durch Gaudentius, den Bischof von Rimini, zum Diakon geweiht. Als eine geisteskranke Frau ihn beschuldigte, er sei ihr von ihr getrennt lebender Ehemann, floh er auf den Monte Titano, lebte dort als Einsiedler[1] und errichtete eine Kapelle und ein Kloster. Marinus wurde heiliggesprochen, später entstand um das Kloster der Staat San Marino.[1] Sein Gedenktag ist der 3. September, der Gründungstag San Marinos und staatlicher Nationalfeiertag.

Marinus soll im Winter 366 mit den letzten Worten gestorben sein: „Relinquo vos liberos ab utroque homine.“ („Ich lasse euch zurück als frei von dem und von jenem Menschen“). Diesen geheimnisvollen Satz bezieht die Ortstradition auf die zwei Personen, von deren Unterdrückung Marinus sich zu lösen gestrebt habe, um Eremit auf dem Monte Titano zu werden, den Kaiser und den Papst, und bekräftigt damit in Form einer Herkunftssage den Anspruch der Republik San Marino auf Unabhängigkeit und Abgabenfreiheit sowohl vom Reich als auch vom Kirchenstaat.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: St. Marinus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Radovan Radovinovič, The Croatian Adriatic Tourist Guide, pg. 127, Zagreb (1999), ISBN 953-178-097-8
  2. „The Republic of San Marino“, William Miller, The American Historical Review, Vol. 6, No. 4 (Juli 1901), pages 633–649