Mario Bros.

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Dieser Artikel behandelt das Arcade-Spiel Mario Bros. Für Super Mario Bros., siehe Super Mario Bros.
Mario Bros.
Entwickler Nintendo R&D1
Nintendo R&D4
Publisher Nintendo
Mitwirkende (Auswahl) Shigeru Miyamoto
Erstveröffent-
lichung
1983
Genre Jump ’n’ Run
Spielmodus 1–2 Spieler
Steuerung Joystick, ein Knopf
Gehäuse extra breit
Arcade-System CPU: Z80 @ 3.072 MHz

Sound-CPU : I8039 @ 730 KHz Soundchips : DAC

Sound: Ein Kanal Mono
Monitor Rastergrafik, horizontal, farbig

Mario Bros. ist ein Arcade-Jump ’n’ Run-Spiel, welches 1983 von Nintendo unter der Leitung von Shigeru Miyamoto entwickelt und publiziert wurde. Es ist der Nachfolger von Donkey Kong. In Mario Bros. geht es um den Klempner Mario, der zusammen mit seinem Bruder Luigi Kreaturen besiegen muss, die in der New Yorker Kanalisation ihr Unwesen treiben. Das Gameplay besteht im Grunde daraus, dass Mario die Schädlinge vernichtet, indem er sie auf ihren Rücken wirft und sie dann wegkickt. Das Spiel wurde mehrmals in anderen Spielen neuaufgelegt. Der Nachfolger des sehr erfolgreichen Mario Bros. ist Super Mario Bros., eines der meistverkauften Videospiele aller Zeiten. Mario Bros. kann auch mit zwei Spielern gespielt werden. Das Spiel verkaufte sich rund 1,63 Millionen Mal. Die NES-Version des Spieles verkaufte sich 90.000 Mal.[1]

Entwicklung[Bearbeiten]

Für Mario Bros. arbeitete Miyamoto mit Gunpei Yokoi zusammen. Für den Ton war Hirokazu Tanaka zuständig. Yokois Idee war es, dass in dem Spiel zwei Spieler gegeneinander antreten können, und dass Mario höher springen kann als im Vorgänger und auch Stürze aus hohen Distanzen überlebt. Miyamoto war damit einverstanden und entwickelte einen Prototyp, bei dem Mario springen und laufen konnte. Die nächste Frage bei der Entwicklung war, was für eine Art Spiel überhaupt entstehen sollte. Sie kamen auf die Idee, auf die vielen Ebenen Gegner zu platzieren, die besiegt werden, indem man von unten gegen die Gegner springt. Das hat sich aber als zu einfach herausgestellt. Daher entschieden die Entwickler, dass man die Gegner zunächst betäuben muss, und sie erst dann besiegen kann. Dafür wiederum war eine gegnerische Figur vonnöten, die, wenn sie auf dem Rücken liegt, nach einigen Sekunden wieder aufsteht. So kamen Yokoi und Miyamoto auf die Idee, Schildkröten, im Spiel Koopas genannt, einzubauen.[2]

„Die Schildkröte war die einzige Lösung! Schlägt man von unten auf sie, kippt sie um! Lässt man sie so liegen, steht sie irgendwann von selbst wieder auf!“

Shigeru Miyamoto: [2]

Wenn eine Schildkröte im Spiel betäubt wurde, steht sie nach einigen Sekunden auf. Die Entwickler dachten darüber nach, wie man dem Spieler andeuten solle, dass die Schildkröte wieder aufsteht. Miyamoto hatte zunächst vor, sie mit ihren Beinen zappeln zu lassen. Tanakas Idee war, dass die Schildkröte ihren Panzer verliert und diesen nach einigen Sekunden wieder findet.[2]

Ein weiteres Element des Spiels sind Röhren. Das Problem bei der Entwicklung war, wenn der Spieler die Schildkröten nicht besiegt, würden irgendwann zu viele Schildkröten auf der Bodenebene sein. Daher kam die Idee, dass wenn ein Spielelement die eine Bildschirmseite verlässt, es aus der anderen Seite wieder rauskommt. Damit war die Problematik noch nicht gelöst. Als Miyamoto an einem Abend von der Arbeit nach Hause fuhr, sah er eine Betonwand mit mehreren Rohren. Das regte ihn dazu an, im Spiel die Gegner aus Röhren erscheinen zu lassen, und wenn sie nicht besiegt werden, dass sie wieder in Röhren verschwinden.[2]

„Dann, eines Tages auf dem Weg nach Hause vom Büro sah ich eine Betonwand, aus der mehrere Abwasserröhren herausragten. Ich dachte: "Die sind perfekt!" (lacht) Es ist jedem klar, dass etwas in ein Rohr hinein- und wieder herauskommen kann.“

Shigeru Miyamoto: [2]

Im Vorgänger Donkey Kong musste „Jumpman“ über Plattformen gesteuert werden. Die Figur wurde in Mario Bros. optisch angepasst und in Mario umbenannt. Miyamoto hatte sich Mario als hart arbeitenden Schwerarbeiter vorgestellt, weil Mario Bros. im Untergrund spielt, entschied er sich, dass Mario ein Klempner ist. Das Entwicklerteam wählte New York als Handlungsort, da die Stadt ein ausgeprägtes unterirdisches Röhren-Labyrinth biete. Anders als in Donkey Kong geht es in Mario Bros. primär nicht mehr darum, Hindernisse zu überwinden, sondern gegnerische Kreaturen zu besiegen. Ein sehr häufig auftauchender Gegner sind Schildkröten. Miyamoto wählte diese, da sie, wenn sie erst einmal auf dem Rücken liegen, hilflos sind. Ursprünglich war vorgesehen, dass Mario die Gegner mit einem Sprung auf den Kopf besiegen kann. Dies jedoch hätte bedeutet, dass der Automat berechnen müsste, ob Mario den Gegner von oben oder von der Seite berührt hat. Ein entsprechender Algorithmus wäre derart komplex gewesen, dass der Automat die Aufgabe nicht bewältigen konnte. So blieb es bei einem Sprung von unten. Der Sprung auf den Gegner wurde allerdings in die Nachfolger von Mario Bros. impliziert.[3]

Spielbeschreibung[Bearbeiten]

Hintergrundgeschichte[Bearbeiten]

Die zwei Klemptner, Mario und Luigi, arbeiten in Kanälen, die plötzlich von Gegenern überströmt werden. Die Brüder müssen nun die Gegner besiegen und Münzen sammeln, um ihren „Preis“ zu erhalten.[4]

Spielprinzip[Bearbeiten]

In Mario Bros. muss Mario Gegner besiegen, die aus Röhren am oberen Bildschirmrand auftauchen. Jeder Level besteht aus ein paar Plattformen, auf die Mario springen kann. Gegner besiegt er, indem er von unten gegen die Plattform springt, auf der der Gegner steht, und ihn dann oben wegtritt. Für jeden besiegten Gegner gibt es Punkte, wenn alle Gegner eines Levels besiegt wurden, startet der nächste Level. Wurde Mario von einem Gegner berührt, verliert er einen Versuch, hat er alle Versuche verloren, ist das Spiel vorbei. Außerdem existieren zwei schwebende „POW-Blöcke“, gegen die jeweils drei Mal gesprungen werden kann. Ein Sprung gegen einen POW-Block bewirkt, dass alle Gegner auf dem Bildschirm besiegt werden.

Charaktere[Bearbeiten]

Spielbare Charaktere[Bearbeiten]

  • Mario
  • Luigi

In der Mehrspieler Version noch: Blauer Toad, Gelber Toad

Gegner[Bearbeiten]

  • Schildkröten - Die ersten und schwächsten Gegner des Spiels. Sie können durch einen einfachen Sprung gegen die unter ihnen befindliche Plattform außer Gefecht gesetzt werden. Des Weiteren verbuchen sie einen Auftritt in jedem Level.
  • Krabben - Starke Gegner welche durch einen Sprung gegen die unter ihnen befindliche Plattform noch stärker werden. Erst ein weiterer Sprung setzt sie außer Gefecht. Erster Auftritt in Phase 4.
  • Fliegen - Eher schwächere Gegner welche aber wegen ihren dauerhaften Sprünge nicht so leicht außer Gefecht gesetzt werden können. Erster Auftritt in Phase 6.
  • Froster - Tauchen zufällig auf um eine Plattform des Levels zu vereisen. Durch die Vereisung verliert man leichter die Kontrolle und ist somit den Gegner schneller ausgeliefert. Erster Auftritt in Phase 9.
  • Eiszapfen - Hängen an Plattformen bis sie nach einiger Zeit hinunterfallen. Erster Auftritt in Phase 16.
  • Feuerbälle - Tauchen zufällig auf um einen bestimmten Abschnitt des Levels unsicher zu machen.
  • Grüne Feuerbälle - Stellen durch höhere Geschwindigkeit eine stärkere Version der Feuerbälle dar. Sie wurden in den späteren Versionen durch die Buu Huus ersetzt.

Gegner der neueren Versionen[Bearbeiten]

  • Koopas - Super Mario Bros. 3
  • Stachis - Super Mario Bros. 3, Super Mario Advance und Mario & Luigi: Superstar Saga
  • Buu Huus - Super Mario All-Stars

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Chris Kohler: Power Up. BradyGames, Indianapolis, Indiana 2004, ISBN 0-7440-0424-1, Coming Home: Super Mario Bros..

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Super Mario: Verkaufte Kopien, Abgerufen am 2. Mai 2014
  2. a b c d e Iwata fragt - New Super Mario Bros. Wii. wii.com, archiviert vom Original am 23. Januar 2010, abgerufen am 13. März 2014.
  3.  Chris Kohler: Power Up. BradyGames, Indianapolis, Indiana 2004, ISBN 0-7440-0424-1, Coming Home: Super Mario Bros., S. 56.
  4. Mario Bros.: Hintergrundgeschichte im MarioWiki, Abgerufen am 2. Mai 2014