Mario J. Molina

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mario J. Molina

Mario José Molina (* 19. März 1943 in Mexiko-Stadt) ist ein mexikanischer Chemiker. Er erhielt 1995 zusammen mit dem Chemiker Frank Sherwood Rowland und dem Meteorologen Paul J. Crutzen den Nobelpreis für Chemie für die Erforschung der Zerstörung der Ozonschicht.

Molina und Rowland entdeckten, dass einige industrielle Gase die Ozonschicht zerstören. Als in den 1980er Jahren eine Region stratosphärischer Ozonabreicherung, das „Ozonloch“ über der Antarktis, entdeckt wurde, wurden ihre Forschungsergebnisse weltweit debattiert und der Ausstoß von Fluorchlorkohlenwasserstoffen letztlich im späten 20. Jahrhundert erheblich eingeschränkt.[1]

Werdegang[Bearbeiten]

Molina studierte Industriechemie an der Universidad Nacional Autónoma de México in Mexiko-Stadt und an der Universität Freiburg im Breisgau (Diplom 1967). Er setzte seine Ausbildung an der University of California, Berkeley fort, wo er 1972 im Fach Physikalische Chemie promovierte.

Daraufhin war er als Post-Doc bei F. Sherwood Rowland an der University of California, Irvine tätig und war Hauptautor des Aufsatzes über die Zerstörung der Ozonschicht, den die beiden 1974 in der Zeitschrift Nature veröffentlichten.

Zwischen 1974 und 2004 hatte Molina verschiedene Lehr- und Forschungsaufträge an der University of California, Irvine, an der Universidad Nacional Autónoma de México, am Jet Propulsion Laboratory (Düsenantriebslabor) des California Institute of Technology in Pasadena (Kalifornien) und am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (Massachusetts) inne. Seit Juli 2004 ist er in der Abteilung für Chemie und Biochemie der University of California, San Diego, und am Zentrum für die Erforschung der Atmosphäre der Scripps Institution of Oceanography tätig.

Mit Paul Crutzen gemeinsam erhielt er 1994 bereits den Max-Planck-Forschungspreis.

2013 erhielt er die Freiheitsmedaille.[2]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • 2002: mit Luisa T. Molina: Airquality in the Mexico Megacity: An Integrated Assessment. Kluwert Academic Publications, Dordrecht/Boston, ISBN 1-4020-0452-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mario J. Molina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auf zum grünen Stopfen in FAZ vom 18. März 2013, Seite 32
  2. President Obama Names Presidential Medal of Freedom Recipients | The White House: Empfänger der Freiheitsmedaille 2013 (engl.). Website The White House. Abgerufen am 21. November 2013.