Mario Martone

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Mario Martone (* 20. November 1959 in Neapel) ist ein italienischer Film- und Theaterregisseur sowie Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

Martone gründete in jungen Jahren, mit 18, die Theatergruppe „Nobili di Rosa“, aus der 1979 „Falso Movimento“ wurde, mit der er zahlreiche Stücke aufführte. Ab 1980 experimentierte er mit Videos und legte vier Jahre später sein Kurzfilmdebüt Nella città barocca vor. Sein Langfilmerstling Morte di un matematico napoletano über Renato Caccioppoli war ein Erfolg, den er in der Folgezeit als einer der bemerkenswertesten Regisseure seiner Generation bestätigte.[1] Der folgende Film – L’amore molesto – lief 1995 beim Filmfestspielen in Cannes und wurde mit einem David di Donatello ausgezeichnet. 1998 war Teatro di guerra ebenfalls in Cannes zu sehen.

Immer wieder beschäftigte sich Martone zwischen seinen Spielfilmen mit Dokumentarprojekten, Theateraufführungen und veröffentlichte Bücher. Von 1999 bis 2001 leitete er das Teatro Argentina in Rom.

2004 verfilmte er einen Roman L’odore di sangue von Goffredo Parise und sechs Jahre später den unter anderem mit zwei Davids und einem Silbernen Band ausgezeichneten Film Noi credevamo. Insgesamt erhielten Martones Filme bislang 18 Auszeichnungen.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1992: Morte di un matematico napoletano
  • 1995: L'amore molesto
  • 1998: Teatro di guerra
  • 2004: L'odore di sangue
  • 2010: Die Fahne der Freiheit (Noi credevamo)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roberto Poppi: Dizionario del cinema italiano. I Registi. Gremese Editore, Rom 2002, S. 273