Mario Tronti

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Mario Tronti (* 1931 in Rom) ist ein italienischer Philosoph und Politiker.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Tronti war einer der bedeutendsten Theoretiker des Operaismus, einer marxistischen Strömung in den 60er Jahren. Er wollte eine militante Organisation unterhalb der KPI gründen und die Revolution wieder zum Programm der Arbeiterbewegung werden lassen. Seine Aufsätze erschienen in Raniero Panzieris Zeitschrift Quaderni rossi[1] und, nach der Spaltung der QR in eine Panzieri und eine Tronti Gruppe im Jahre 1963, in Classe operaia, die von ihm selbst, Romano Alquati, Antonio Negri u.a. getragen wird. Auch diese Gruppe spaltet sich (1966) und während sich Negri immer weiter von der PCI in Richtung Potere operaio und Arbeiterautonomie entfernte, trat die Gruppe um Tronti (der 1958 ausgetreten war) der Partei wieder bei und versuchte sie von innen zu radikalisieren.

Im Zuge der Parlamentswahlen in Italien 2013 wurde Tronti in den Senato della Repubblica gewählt. Er kanditierte auf der Liste der Partito Democratico.[2]

Werke[Bearbeiten]

  • Extremismus und Reformismus, Merve Verlag, Berlin, Internationale Marxistische Diskussion, Nr. 12, 1971. Drei Essays, aus Contropiano (Bd.1, Nrn. 1–3, 1968). Übersetzung u. Einleitung (S. 5−10) von Gisela Bock.
  • Arbeiter und Kapital, Frankfurt a.M., Verlag Neue Kritik, 1974. Um vier Aufsätze aus den Classe operaia, die Einleitung und das Nachwort (1970) zur 2. Auflage gekürzte Ausgabe von Operai e capitale, Einaudi, Turin, 1966. Erweiterte 2. Aufl., 1971.

Literatur[Bearbeiten]

  • Meinrad Rohner, Arbeiterwissenschaft. Rezension Mario Tronti, Arbeiterklasse und Kapital, in: Autonomie, Nr. 1, 1975, S. 73-78.
  • Wolfgang Brauschädel und Johannes Materna, Archiv für die Geschichte des Widerstands und der Arbeit - Heft 16, Germinal Verlag, Fernwald, ISBN 3-88663-416-7, ISSN 0936-1014 876

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Mario Tronti: La fabbrica e la società (Quaderni rossi, Nr. 2, 1962) und Il piano del capitale, (QR, Nr. 3, 1963). Beide auf deutsch in: Arbeiter und Kapital, Verlag Neue Kritik, Frankfurt, 1974.
  2. woz.ch, abgerufen am 11. Juli 2014

Weblinks[Bearbeiten]