Marion Maréchal-Le Pen

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Marion Maréchal-Le Pen

Marion Maréchal-Le Pen (* 10. Dezember 1989 in Saint-Cloud, Hauts-de-Seine, Frankreich) ist eine französische Politikerin des rechtsextremen Front National. Die Enkelin von Jean-Marie Le Pen ist Abgeordnete in der Nationalversammlung für das Département Vaucluse (dritter Wahlkreis) und mit 24 Jahren die jüngste Abgeordnete in der Fünften Französischen Republik.[1]

Werdegang[Bearbeiten]

Marion Maréchal-Le Pen ist die Tochter des Geschäftsmannes Samuel Maréchal und seiner Gattin Yann Le Pen (Jean-Marie Le Pens zweitälteste Tochter aus seiner Ehe mit Pierrette Lalanne) und somit Marine Le Pens Nichte. Mit 18 Jahren trat sie dem Front National bei.[2] Bei den Regionalwahlen 2010 stieg sie in die Politik ein, als sie den zweiten Platz der FN-Liste im Département Yvelines besetzte, aber nicht gewählt wurde.[3]

Marion Maréchal-Le Pen ist Master-Studentin (Öffentliches Recht) an der Universität Paris II.[4]

Am 10. Juni 2012 belegte sie in der ersten Runde der französischen Parlamentswahlen mit 34,63 % den ersten Platz im dritten Wahlkreis des Département Vaucluse.[5] Im zweiten Wahlgang erhielt sie 42,09 % der Stimmen und damit mehr als die Sozialistin Catherine Arkilovitch sowie auch mehr als der bisherige Abgeordnete Jean-Michel Ferrand (UMP), der dieses Amt insgesamt sechs Legislaturperioden lang innehatte.[4]

Politische Standpunkte[Bearbeiten]

Maréchal-Le Pen hat sich öffentlich dagegen gewehrt, als „rechtsextrem“ bezeichnet zu werden,[6] obwohl ihre Partei eindeutig als solche eingeordnet wird.[7] Im Gegensatz zu vielen Anhängern des Front National hat sie sich gegen die Todesstrafe ausgesprochen, allerdings für eine „wirklich lebenslange“ Gefängnisstrafe.[8] Sie ist keine Gegnerin des gesetzmäßigen Schwangerschaftsabbruchs bei medizinischen oder sozialen Indikationen, lehnt aber die Kostenübernahme des Eingriffs durch die Krankenkassen ab, wenn dieser wiederholt erfolgt.[9] Sie hat sich außerdem gegen die Gleichberechtigung eingetragener homosexueller Partnerschaften mit der Ehe ausgesprochen und an öffentlichen Demonstrationen dagegen teilgenommen.[10]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marion Maréchal-Le Pen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marion Le Pen plus jeune députée de la Ve République, Le Figaro
  2. Marion, le nouveau visage du clan Le Pen, Le Figaro
  3. Französisches Innenministerium
  4. a b Législatives 2012: entendu au marché avec Marion Marechal-Le Pen, candidate dans le Vaucluse, Le Huffington Post
  5. Marion Maréchal-Le Pen en tête dans le Vaucluse, Le Nouvel Observateur
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMarion Maréchal-Le Pen sur RTL : "Je ne suis pas d'extrême droite". RTL.fr, 8. November 2012, abgerufen am 20. März 2013 (französisch).
  7. Gilles Ivaldi, Marc Swyngedouw: HAL-SHS Rechtsextremismus in populistischer Gestalt. Front National und Vlaams Blok, Januar 2006
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format« Peine de mort : Marion Maréchal-Le Pen dit non ». 20 minutes, 11. Oktober 2012, abgerufen am 20. März 2013 (französisch).
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMarion M. Le Pen sur les IVG : « l'État n'a pas à rembourser l'inattention de certaines femmes ». ladepeche.fr, 11. Oktober 2012, abgerufen am 20. März 2013 (französisch).
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format« Marion Maréchal Le Pen agite l'argument de la polygamie ». Europe1: Le Lab, 29. November 2012., abgerufen am 20. März 2013 (französisch).