Mark Chesnutt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mark Chesnutt, 2010

Mark Chesnutt (* 6. September 1963 in Beaumont, Texas) ist ein US-amerikanischer Country-Sänger.

Anfänge[Bearbeiten]

Als Sohn von Bob Chessnut, der in den sechziger und siebziger Jahren bei kleineren Labels einige Singles eingespielt hatte, kam Mark schon früh mit Country-Musik in Berührung. Die umfangreiche Schallplattensammlung seines Vaters stellte eine nahezu unerschöpfliche Quelle von klassischen Country-Songs dar (aufgrund seines in Kindheitstagen angeeigneten Repertoires von mehr als 1000 Songs wird Mark Chesnutt auch als "menschliche Jukebox" bezeichnet).

Mit 16 Jahren stieg er in die Band seines Vaters ein. Wenig später verließ er die Schule, um professioneller Musiker zu werden. In den nächsten zehn Jahren verdiente er seinen Lebensunterhalt durch Auftritte in der lokalen Musikszene. Bei einem Club in Beaumont fand er ein ständiges Engagement. Wie ehemals sein Vater spielte er für kleinere Labels einige Singles ein, darunter Too Cold At Home.

Karriere[Bearbeiten]

Durch Too Cold At Home wurde man in Nashville auf Mark Chesnutt aufmerksam. Die Single wurde 1990 beim renommierten MCA Label wiederveröffentlicht und erreichte Platz Drei der Country-Charts. Das gleichnamige, von Mark Wright produzierte Album wurde vergoldet. Ein Jahr später gelang ihm mit Brother Jukebox der erste Nummer-1-Hit. Zwei weitere Singleauskopplungen schafften es in die Top-10. Um seinen Erfolg abzusichern, gab er 1991 mit seiner New South Band mehr als 300 Konzerte. Tragischerweise verstarb sein Vater und Förderer in dem Jahr, in dem er seinen Durchbruch schaffte.

Sein zweites Album Longnecks And Short Stories erschien 1992 und wurde ebenfalls mit Gold ausgezeichnet. Mehrere Singles schafften es in die Top-10, Old Flames Have New Names und I'll Think Of Something erreichten Platz Eins. 1993 erhielt er den CMA Horizon Award des vielversprechendsten Nachwuchsmusikers. Sein Album Almost Goodby wurde über eine Million Mal verkauft und erreichte Platinstatus. Mark Chesnutt galt in diesen Jahren als ein Sänger mit purem Country-Feeling. Sein unverfälschter Honky Tonk mit Songs voller Schmerz und Selbstmitleid brachten ihm gleichermaßen die Anerkennung der Szene und des Publikums ein.

Bis Ende des Jahrzehnts gelangen ihm immer wieder hohe Hitparadenplatzierungen, wenn auch nicht jeder Song ein Erfolg war. Chesnutt stand oft im Schatten der Superstars Garth Brooks, Clint Black und Alan Jackson, schaffte es aber, eine treue Fangemeinde um sich zu scharen. Ende 2000 wechselte er zum Columbia Label, 2004 zu Vivaton. Musikalisch orientierte er sich etwas mehr in Richtung Pop-Musik.

Diskografie[Bearbeiten]

Jahr Titel Label Anmerkung
1990 Too Cold At Home MCA
1992 Longnecks & Short Stories MCA
1993 Almost Goodbye MCA
1994 What a Way to Live MCA
1995 Wings MCA
1996 Greatest Hits MCA
1997 Thank God For Believers MCA
1999 I Don't Want To Miss A Thing MCA
2000 Lost In The Feeling MCA
2002 Mark Chesnutt Columbia
2004 Savin' The Honky Tonk Vivaton
2006 Heard It In A Love Song CBuJ Ent.
2007 Rollin' With The Flow (Single) Lofton Creek Records
2008 Rollin' With The Flow (Album) Lofton Creek Records
2010 Outlaw Saguaro Road/Time Life

Die bedeutendsten Auszeichnungen[Bearbeiten]

Jahr Org. Award Titel
1993 CMA Horizon Award


Weblinks[Bearbeiten]