Mark Dinning

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Millionenseller Teen Angel auf MGM

Mark Dinning (* 17. August 1933 als Max E. Dinning nahe Drury, Grant County, Oklahoma; † 22. März 1986 in Jefferson City, Missouri) war ein US-amerikanischer Popsänger. Mit seinem Song Teen Angel erreichte er in den USA einen Nummer-eins-Hit.

Musikalische Anfänge[Bearbeiten]

In Oklahoma geboren, wuchs Dinning auf einer Farm bei Nashville, Tennessee auf. Er entstammte einer musikbegeisterten Familie und war das jüngste von neun Kindern. Drei seiner älteren Schwestern – Lou sowie die Zwillinge Ginger und Jean – bildeten die Gesangsgruppe The Dinning Sisters und landeten Ende der 1940er Jahre mit ihrer Single Buttons and Bows einen Top-Hit in den USA. Eine Zeit lang war Clara Ann Fowler Mark Dinnings Babysitterin - sie wurde später als Patti Page eine bekannte Sängerin. Mark selbst lernte elektrische Gitarre spielen und verlegte sich zunächst auf Country-Musik. Anfang 1957 erhielt er mithilfe des Musikverlegers Wesley Rose, bei dem er vorgespielt hatte, einen Schallplattenvertrag bei MGM Records, doch seinen ersten Aufnahmen war kein großer Erfolg beschieden.

Schallplattenkarriere[Bearbeiten]

Die Wende kam mit dem Song Teen Angel, den Dinnings Schwester Jean zusammen mit ihrem Ehemann Red Surrey geschrieben hatte. Der Titel wurde auf Dinnings sechste MGM-Single gepresst und im Dezember 1959 auf den Markt gebracht. Da der Songl wegen seines morbiden Inhalts als Death-Disc gebannt wurde, boykottierten ihn zunächst die meisten Radiostationen. Erst als ein Chicagoer Discjockey den Boykott durchbrach, landete Teen Angel auch in den Hot 100 des US-Musikmagazins Billbord, wo er schließlich im Februar 1960 auf Platz eins landete. Er wurde mehr als 3,5 Millionen Mal verkauft und von der Plattenindustrie mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Auf diese Weise bekannt geworden, konnte Dinning in den folgenden zwölf Monaten weitere drei Titel in den Hot 100 unterbringen, die jedoch den Erfolg von Teen Angel nicht erreichten.

1963 lief Dinnings Vertrag bei MGM aus, nachdem dort mit ihm 16 Singles und zwei Langspielplatten produziert worden waren. Anschließend hatte er bei verschiedenen Plattenfirmen nur kurzzeitige Engagements. Seine letzten Platten veröffentlichte er bei United Artists Records, wo zwischen 1967 und 1969 noch einmal vier Singles produziert wurden.

Weiterer Lebenslauf[Bearbeiten]

Noch während der 1960er zog Mark Dinning mit seinem Bruder Ace durch den Süden der USA, wo die beiden in den Clubs Konzerte gaben. 1973 hatte Mark mit seinem Erfolgssong Teen Angel einen Auftritt in dem Film American Graffiti. Später wurde er alkoholkrank, und nach einem Auftritt 1986 in Jefferson City, Missouri erlitt er einen Herzanfall, an dessen Folgen er am 22. März im Alter von 52 Jahren starb. Er wurde auf dem Dry Fork Friedhof bei Guthrie im Callaway County, Missouri beigesetzt.

US-Charts bei Billboard[Bearbeiten]

Einstieg Titel Hot 100 R&B
12/1959 Teen Angel 01. 5.
04/1960 A Star Is Born 68.
08/1960 Loving Touch 84.
02/1961 Top Forty, News, Weather and Sports 81.

US-Diskografie[Bearbeiten]

Vinlyl-Singles[Bearbeiten]

A/B-Seite Katalog-Nr. veröffentl.
MGM
Shameful Ways / A Million Years Ago 12447 03/1957
When You're Tired of Breaking / School Fool 12553 09/1957
Do You Know /You Thrill Me 12691 0x/1958
The Blackeyed Gypsy / Secretly in Love With You 12732 11/1958
A Life of Love / Cutie Cutie 12775 03/1959
Teen Angel / Bye Now Baby 12845 12/1959
A Star Is Born / You Win Again 12888 03/1960
The Lovin' Touch / Come Back to Me 12929 07/1960
She Cried on My Shoulder / The World Is Gettin' Smaller 12958 11/1960
Top Forty, News, Weather and Sports / Suddenly 12980 01/1961
Can't Forget / Another Lonely Girl 13007 04/1961
Turn Me On / Lonely Island 13024 07/1961
In a Matter of Moments / What Will My Mary Say 13048 11/1961
All of This for Sally / The Pickup 13061 02/1962
I Catch Myself Crying / She's Changed 13091 08/1962
The Twelfth of Never / Somebody Catch Me Kissin' Mary 13150 06/1963
Cameo
January / Joey 299 02/1964
Should We Do It / Call Her Your Sweetheart 313 04/1964
Hickory
Dial AL 1-4883 / I'm Glad We Fell in Love 1293 02/1965
There Stands A Lady / The Last Rose 1368 02/1966
He Reminds Me of Me / Run Opie Run 1404 08/1966
United Artists
It's Such a Pretty World Today / Atlanta Georgia Stray 50169 06/1967
Hangin' On / Maggie 50225 11/1967
Throw a Little Love My Way / A Dissatisfied Man 50305 08/1968
How Little Man Care / Lemon Yellow 50540 05/1969

Langspielplatten[Bearbeiten]

Titel Katalog-Nr. veröffentl.
Teen Angel MGM 3828 1960
Wanderin’ MGM 3855 1960

Literatur[Bearbeiten]

  • Frank Laufenberg: Rock & Pop Lexikon. Econ Taschenbuch Verlag 1998, ISBN 3-612-26206-8, Band 1, S. 405.
  • Martin Popoff: Standard Catalog of American Records 1948–1991. Krause Publications, Iola 2010, ISBN 978-1-4402-1131-7, S. 348.

Weblinks[Bearbeiten]