Mark Lanegan

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Mark Lanegan am 12. September 2001 in Florenz
Mark Lanegan am 12. September 2001 in Florenz
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Bubblegum
  DE 67 16.08.2004 (2 Wo.)
  UK 43 14.08.2004 (1 Wo.)
Ballad of the Broken Seas (mit Isobel Campbell)
  UK 38 11.02.2006 (1 Wo.)
Sunday at Devil Dirt (mit Isobel Campbell)
  CH 37 08.06.2008 (1 Wo.)
  UK 38 24.05.2008 (2 Wo.)
Hawk (mit Isobel Campbell)
  CH 28 05.09.2010 (2 Wo.)
  UK 29 28.08.2010 (2 Wo.)
Blues Funeral
  DE 41 17.02.2012 (… Wo.)
  AT 42 17.02.2012 (… Wo.)
  CH 27 19.02.2012 (… Wo.)
  UK 21 18.02.2012 (… Wo.)
  US 99 25.02.2012 (… Wo.)
Imitations
  CH 78 29.09.2013 (… Wo.)
  UK 62 28.09.2013 (… Wo.)
Phantom Radio
  CH 91 26.10.2014 (… Wo.)
  UK 22 01.11.2014 (… Wo.)
  US 148 08.11.2014 (… Wo.)
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Mark William Lanegan (* 25. November 1964 in Ellensburg, Washington) ist ein Sänger und Songwriter. Von 1983 bis 2000 war er Frontmann der Screaming Trees.

Leben[Bearbeiten]

Noch während seiner Zeit bei den Screaming Trees nahm Mark Lanegan 1990 sein erstes Soloalbum „The Winding Sheet“ auf, wobei er mit Kurt Cobain und Krist Novoselić von Nirvana hochkarätige Unterstützung hatte.

Mark Lanegan war auch Gastsänger bei dem aus einer Jam-Session im Seattler Crocodile-Café am 16. Oktober 1994 gegründeten Projekt Mad Season, das ein Projekt der Musiker Mike McCready (Gitarre, Pearl Jam), Layne Staley (Gesang, Alice in Chains), Barrett Martin (Schlagzeug, Screaming Trees) und John „Baker“ Saunders (Bass, The Walkabouts) war. Sie nahmen nur ein Album, genannt Above, auf. Mark Lanegan war zu dieser Zeit einer der besten Freunde von Layne Staley.

1994 folgte ein weiteres Soloalbum: „Whiskey for the Holy Ghost“. Auch bei diesem Werk hatte Lanegan Unterstützung. Beteiligt an diesem Album waren Mitglieder von Dinosaur Jr., Mudhoney, Tad und Mark Pickerel. 1998 folgte das Album „Scraps at Midnight“ gefolgt von dem Balladen-Album „I'll Take Care of You“ (1999), auf dem Van Conner von den Screaming Trees und Pickerel gastierten. Nachdem sich die Screaming Trees im Jahr 2000 auflösten, schloss sich Lanegan 2001 den Queens of the Stone Age an.

Auch während der Zeit bei QotSA arbeitete er mit dem Album „Field Songs“ (2001) und der EP „Here Comes that Weird Chill“ (2003) weiter an seiner Solo-Karriere, wobei er seine nachfolgenden Werke, einschließlich die EP, unter dem Künstlernamen „Mark Lanegan Band“ veröffentlichte, um den diversen an seinen Alben mitwirkenden Gastmusikern Tribut zu zollen.

Am 2. August 2004 erschien ein neuer Longplayer von Lanegan namens „Bubblegum“, von vielen als sein bislang bestes Werk gefeiert. Im März des darauf folgenden Jahres kam das vierte Album der Queens of the Stone Age heraus, auf dem Lanegan als Gastsänger zu hören ist.

Lanegan, dessen Bekanntheitsgrad seit „Bubblegum“ deutlich gestiegen ist, nahm Anfang 2006 in Zusammenarbeit mit Sängerin Isobel Campbell, ehemaliges Mitglied von Belle & Sebastian, das Album „Ballad of the Broken Seas“ auf.

Die Musikzeitschrift „Intro“ beschreibt Mark Lanegan wie folgt: „Seine Songs sind von depressiver Schönheit, sein Gesang ist ein Flüstern. Wenn er erzählt, klingt es, als betete er.“

2003 begann er mit Greg Dulli (Afghan Whigs, The Twilight Singers) ein neues Projekt namens The Gutter Twins, deren Album Saturnalia im März 2008 erschien. Mark Lanegan war bereits als Gastmusiker auf den Twilight Singers Alben Blackberry Belle und She Loves You, sowie der EP A Stitch in Time, beteiligt.

Anfang 2012 hat Lanegan wieder ein Soloalbum vorgelegt, Blues Funeral, produziert von Alain Johannes, der auch etliche Instrumente darauf eingespielt hat. „Blues Begräbnis“ hat er es genannt, weil er „ein wenig düster veranlagt“ sei. Statt wie sonst die Gitarre, hat er einen alten Drumcomputer und Keyboards zum Komponieren benutzt.[2] Das Live-Lineup der Blues-Funeral-Tour besteht aus den vier belgischen Musikern Aldo Struyf, Steven Janssens, Frederic Lyenn Jacques und Jean-Philippe de Gheest.[3]

Im Jahr 2013 veröffentlichte Lanegan gleich zwei neue Alben. Im Frühjahr erschien das Werk Black Pudding, welches er zusammen mit Duke Garwood herausbrachte, sowie im Herbst das Album Imitations, welches – wie schon das 2001 erschienene I'll take care of you – nur aus Cover-Songs besteht und mit welchem er im Herbst 2013 ausgiebig auf Tour ging.

Diskografie (Alben)[Bearbeiten]

Screaming Trees[Bearbeiten]

  • 1986: Clairvoyance, Velvetone
  • 1987: Even If and Especially When, SST
  • 1988: Other Worlds (EP), SST
  • 1988: Invisible Lantern, SST
  • 1988: Beat Happening/Screaming Trees (Split-EP mit Beat Happening), Homestead
  • 1989: Buzz Factory, SST
  • 1990: Change Has Come (EP), Sub Pop
  • 1990: Something About Today (EP), Epic
  • 1991: Anthology: SST Years 1985-1989, SST
  • 1991: Uncle Anesthesia, Epic
  • 1992: Sweet Oblivion, Epic
  • 1992: Winter Songs Tour Tracks (EP), Epic
  • 1993: Canadian Tour Nineteen Ninety-Three (EP), Epic/Sony
  • 1996: Dust, Epic
  • 2001: Nearly Lost You (Best Of), Sony
  • 2005: Ocean of Confusion, Sony BMG
  • 2011: Last Words: The Final Recordings, Sunyata Records[4]

Solowerke[Bearbeiten]

  • 1990: The Winding Sheet, Sub Pop
  • 1994: Whiskey for the Holy Ghost, Sub Pop
  • 1998: Scraps at Midnight, Sub Pop
  • 1999: I'll Take Care of You, Sub Pop
  • 2001: Field Songs, Sub Pop
  • 2003: Here Comes That Weird Chill (EP), Beggars Banquet
  • 2004: Bubblegum, Beggars Banquet
  • 2012: Blues Funeral, 4AD[5]
  • 2013: Imitations, Heavenly
  • 2014: Has God Seen My Shadow? An Anthology 1989–2011, Light in the Attic
  • 2014: No Bells on Sunday (EP), Vagrant
  • 2014: Phantom Radio, Vagrant

Kollaborationen (Auszug)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen, Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Chartquellen: Deutschland / Schweiz / UK1 / UK2
  2. Deutschlandradio Kultur vom 28. Januar 2012: „Ein weises Alterswerk“ US-Musiker Mark Lanegan im Corso-Gespräch
  3. Grungereport: More News on Mark Lanegan's new touring lineup
  4. Rezension von James Allen auf Allmusic
  5. Wenn Tränen Likör wären in: FAZ vom 10. Mai 2012, Seite 28